Neonazis unter alt-neuem Namen: Die “Sektion Potsdam”

Potsdamer NeoNazis mit "Sektion Potsdam"-Transparent am 25. März 2012 in Grube

Am 25.03.2012 fand eine antifaschistische Demonstration in Potsdam-Grube, dem Wohnort des Ladenvermieters des Geschäftes “Tønsberg” in Weißensee, statt. [1] “Tønsberg” ist ein neonazistisches Geschäft der Marke “Thor Steinar”, die als eine der bekanntesten Modemarken in der neonazistischen Szene gehandelt wird.
Aus diesem Grund ließen es sich einige Neonazis nicht nehmen, am besagten Tag ebenfalls nach Grube zu fahren, um dort eine Gegenkundgebung durchzuführen.

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Thomas Pecht: Volkssport für die Volksgemeinschaft?

Thomas Pecht am 9. Dezember 2006 in Berlin

Thomas Pecht am 9. Dezember 2006 in Berlin

In den letzten Wochen hat in Potsdam der Neonazi Mario Schober durch sein sportliches Engagement in verschiedenen Sportvereinen der Landes-hauptstadt für Aufsehen gesorgt. Er ist aber nicht der einzige, dem diese Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.

Auch der Potsdamer Thomas Pecht, der seit mittlerweile acht Jahren in der Neonaziszene der Landeshauptstadt aktiv ist, treibt in seiner Freizeit Sport. Momentan spielt er Fußball in der zweiten, gelegentlich auch in der ersten, Männer-Mannschaft von “Eintracht Babelsberg 90″. [1] Dies tut er, in diesem Verein, seit dem Sommer 2007. [2]
Davor spielte er für die zweite Männer-Mannschaft der “Potsdamer Sport-Union 04″. [3] [weiterlesen]

JN trifft sich erneut im Hotel “Jägerhof”

Das Hotel "Jägerhof" in Seddin

Wie einer E-Mail, die uns am 02.03.2012 erreichte, zu entnehmen ist, soll am Freitag den 24.02.2012 im Seddiner Hotel “Jägerhof” (Leipziger Str. 2, Seddin) eine Veranstaltung der “Junge Nationaldemokraten” Potsdam (JN) stattgefunden haben. Die JN gelten als Jugendorganisation der neonazistischen NPD und sind in Potsdam eng mit der Neonazikameradschaft “Freie Kräfte Potsdam” verbunden.

So überraschend dies ist, so wenig verwunderlich ist es, dass solche Veranstaltungen dort stattfinden können. Denn diese war nicht das erste Neonazitreffen im “Jägerhof”. [weiterlesen]

Still cheering: Mario Schober mehr als unglaubwürdig, Verein verharmlosend

Mario Schober im "Panthers" Kostüm

Am 20.02.2012 veröffentlichten wir einen Artikel über das neonazistische Treiben des Potsdamer Cheerleaders Mario Schober. Auch kritisierten wir die falsche Toleranz des Vereins “PCV Potsdam Panthers”, in dem sich Schober seit über neun Jahren bewege und für diesen aktiv und erfolgreich ist. [1]

In einer ersten Reaktion des Vereins auf die Veröffentlichung wird erneut deutlich, dass dieser kein ernsthaftes Interesse an einer konstruktiven Auseinandersetzung um dieses Problem hat. Das einzige, was sie verlauten lassen, sind Verharmlosungen und ein schlichtes Abstreiten der Tatsachen. Mario Schober habe in einem Gespräch in der vergangenen Woche erklärt, dass er damit “nichts mehr zu tun” habe. Auch wird berichtet, “man habe bei den Panthers [...] gewusst, dass der Sportler früher `Scheiße gebaut´ habe”. [2]

Auf der einen Seite wird bestätigt, von den Aktivitäten Schobers gewusst zu haben. Dennoch wird behauptet, dass dieser mit “konkreten Aktivitäten [...] im Verein nicht aufgefallen” sei. [3] [weiterlesen]

Cheer for NS – Potsdamer Neonazi: Mario Schober

Mario Schober

Mario Schober

In der Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) vom 14.02.2012, war unter dem Titel “Mario Schober holt gemeinsam mit Sandra Krüger den Landesmeistertitel”, ein Artikel über Mitglieder des Cheerleaderclubs “PCV Potsdam Panthers e.V.” erschienen. [1]
Dieser berichtete über die 21. Cheerleading-Landesmeisterschaften für Berlin und Brandenburg. Auch wird Mario Schober [2], ein 27-jähriger Protagonist der Cheerleadergruppe, genauer vorgestellt. Er sei seit neun Jahren bei den “Panthers” und habe bereits einen deutschen (2005) und einen Europameister Titel (2009). Davor habe er Rugby beim “USV Potsdam” gespielt. Auch beim Fußball-Kreisligisten “Fortuna Babelsberg II” spiele Schober als Torwart mit. [3] Weiterhin erfahren wir, dass er gelernter Maler und Lackierer ist und zusammen mit seiner Freundin Ann-Susann einen Sohn hat. [weiterlesen]

Potsdamer Neonazis veröffentlichen wieder Fotos von vermeintlichen Antifaschist_innen

Der Potsdamer Stadtteil Waldstadt hat sich in letzter Zeit als Spielwiese der lokalen Neonaziszene herauskristallisiert. Einschüchterungen, Bedrohungen, Schläge und Propaganda waren keine Seltenheit. (APAP und AALP informierten, [1])
Am 9. November dieses Jahres kam es zum vorläufigen Höhepunkt der Neonazi-Aktivitäten mit einem Fackelmarsch von ca. 50 Neonazis [2]. Hierfür konnten die “Freie Kräfte Potsdam” (FKP) als Verantwortliche ausgemacht werden. Daraufhin demonstrierten am 3. Dezember in Potsdam Waldstadt ca. 250 Menschen gegen Neonazis, um ein “Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt” in Potsdam und im Speziellen in Waldstadt zu setzen [3].

Am 5. Dezember veröffentlichten Potsdamer Neonazis der “FKP” einen Bericht über den Stadtteilspaziergang und veröffentlichten mehrere Fotos, z.T. Portraits von vermeintlichen Versammlungsteilnehmer_innen auf ihrer Webseite [4]. Zweck ist offenbar die Abschreckung und Einschüchterung antifaschistisch gesinnter Menschen. [weiterlesen]

Bye bye Potsdam? Marcel Guse goes Landwirtschaft

Marcel Guse

Der Potsdamer Neonazi und, zuletzt parteilose, Stadtverordnete Marcel Guse hat sein Mandat im Potsdamer Stadtparlament niedergelegt [1]. Laut den “Potsdamer Neusten Nachrichten” tat er dies aufgrund eines Wohnortwechsels.
Wahrscheinlich wohnt Guse schon seit einigen Monaten im südlich von Potsdam gelegenen Beelitzer Stadtteil Wittbrietzen, eine halbe Stunde von Potsdam entfernt. Dort arbeitet er in einem landwirtschaftlichen Betrieb. Dies belegen Bilder, die allem Anschein nach von Guses Handy stammen und vor einigen Wochen im Internet anonym veröffentlicht wurden [2].
Neben einer Reihe verschiedener Bilder enthielten die veröffentlichten Daten auch die Telefon- bzw. Kontaktliste Guses. Darin befinden sich neben den Telefonnummern bundesweit bekannter Neonazigrößen wie Udo Voigt, Christian Worch, Jörg Hähnel und Thomas Salomon auch zahlreiche Kontakte von Brandenburger und Potsdamer Neonazis. Es tauchen ebenso Privatnummern mit dem zusätzlichen Vermerk “Chiron” auf, von denen es sich bei mindestens einer Person um einen Trainer der Kampfsportschule “Chiron” in Babelsberg handelt, auf. Dies lässt darauf schließen, dass Marcel Guse dort selbst trainiert hat oder es immer noch tut. [weiterlesen]

Der 9. November – Interne Mobilisierung Potsdamer Neonazis

Am späten Abend des 09.11.2011 liefen ca. 50 Neonazis durch den Potsdamer Stadtteil Waldstadt. Die durch die “Freie Kräfte Potsdam” (FKP) mobilisierten und koordinierten Neonazis, inszenierten sich dabei ganz dem Vorbild der “WERDE-UNSTERBLICH” Kampagne der “Spreelichter” entsprechend, mit weißen Masken vor den Gesichtern und Parolen rufend in Fackelmarschformation [1].
Anders als die örtlichen Zeitungen den Anlass vermuteten, sollte ihr Aufmarsch an die getöteten Nazis des Hitlerputsches 1923 erinnern, oder wie es das Sprachrohr der neonazistischen “FKP”, das “Infoportal-Potsdam”, als Gedenken an die “Blutzeugen von München” zu erklären versucht [2]. [weiterlesen]

Vom Deutschlandfahnenschwinger zum Redner der „Freie Kräfte Potsdam“

Marcel Guse

Marcel Guse, die ideologische Führungsfigur der Potsdamer Neonaziszene, ist mittlerweile bei der neonazistischen Gruppierung „Freie Kräfte Potsdam“ (FKP) aktiv.

Anfang Mai trat dieser, laut eigenen Angaben „wegen unüberbrückbarer politische[r] Differenzen“ [1], aus der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) aus. Laut dem NPD Kreisverband Havel-Nuthe, kam er damit einem „Antrag auf Ausschluß“ zuvor [2]. Grund dafür waren Guses Aussagen und Standpunkte, die offen rassistisch, antisemitisch und den Nationalsozialismus verherrlichend waren, wodurch er nicht nur Freund_innen innerhalb der Brandenburger NPD hatte [3]. Besonders mit dem Landesvorstand lag dieser deshalb im Clinch. [weiterlesen]

“Die Demokraten bringen uns den Volkstod?”

Flyer der "FKP"

In Potsdam ist sie für die Neonaziszene nicht mehr weg zu denken, die so genannte “Volkstodkampagne”. Seit mehreren Jahren beschäftigen sich insbesondere die “Freie Kräfte Potsdam” (FKP) mit dem Thema “Volkstod” und gestalten eine inhaltliche sowie aktionistische Kampagne damit aus.

Doch was meinen sie damit, wenn sie uns auf Flugblättern, Transparenten, Aufklebern, ihren Internetseiten und mit Kreidezeichnungen immer wieder mitteilen: “Die Demokraten bringen uns den Volkstod”?

Wer sind “die[se] Demokraten”, wer ist “uns” and who the f**k is “Volkstod”? [weiterlesen]