„Rosarot, so kam der Tod“ – Potsdamer Neonazis als NSU-Mitwissende?

Der Potsdamer Neonazi Uwe Menzel auf dem Cover des Albums "Fanatiker" seiner Band Aryan Brotherhood

Der Potsdamer Neonazi Uwe Menzel auf dem Cover des Albums „Fanatiker“ (2003) seiner Band Aryan Brotherhood

Ergänzung zur möglichen Interpretation des Songs „Rosarot“ – 28. Mai 2016

Ungefähr ein Jahr vor der Selbstenttarnung des NSU im November 2011 veröffentlichte die RechtsRock-Band Gigi und die braunen Stadtmusikanten den Song „Döner-Killer“, in dem mutmaßliches Täter_innenwissen der NSU-Morde offenbart und sich über die Betroffenen und Opfer der Taten lustig gemacht wird. [1]

Bereits ein Jahr zuvor erschien der Song „Rosarot“ der Band Aryan Brotherhood – verantwortlich dafür ist der Potsdamer Neonazi und RechtsRocker Uwe Menzel. Der Text des Liedes weist mehrere mögliche Andeutungen und Wissen über die Aktivitäten des NSU auf. [weiterlesen]

Mitschnitt Telefonat Christian Müller – Protokoll Teil II

Der Neonazi Christian Müller am 24. Januar 2016 auf einer Aufführung der "Langen Kerls" am Schloss Sanssouci

Der Neonazi Christian Müller am 24. Januar 2016 auf einer Aufführung der „Langen Kerls“ am Schloss Sanssouci

Am Abend des 17. April 2016 veröffentlichte der Berliner Verschwörungsideologe Christoph Kastius, aktiv u.a. beim Berliner Pegida-Ableger Bärgida, zwei Mitschnitte eines Gesprächs zwischen ihm selbst und dem Chef des Potsdamer Pegida-Ablegers Pogida Christian Müller. Bei Christian Müller halten sich außerdem seine Frau Anika Keller, abenfalls aktiv bei Bärgida, und sein Nachfolger Holger Schmidt, sowie dessen Frau, die laut Müller schläft, auf.

Im zweiten Teil des Gesprächs geht es wieder um Curd Schumacher und dessen mutmaßliche Tätigkeit für den Verfassungsschutz. Zu Beginn redet Kastius mit Keller über Curd Schumacher. Danach steigt Müller wieder in das Gespräch ein, das dadurch immer wirrer wird. Müller erzählt widersprüchlich über seine Polizeiausbildung, gibt an als Scharfschütze bei der Bundeswehr ausgebildet worden zu sein und persönlich Osama bin Laden erschossen zu haben.

Trotz Ankündigung im Telefonat waren bei der Demonstration von BÄRGIDA am 18. April 2016 in Berlin weder Christian Müller, Curd Schumacher, Christoph Kastius noch Daniela Weirich anwesend.

In einem Video, das Curd Schumacher am Dienstagnachmittag, 19. April 2016, veröffentlichte, spricht dieser von einer Inszenierung, um Christoph Kastius vorzuführen. Er bezeichnet das Veröffentlichen der Mitschnitte durch Kastius als „die größte Schwachköpfigkeit, die [er] in den letzten Jahren überhaupt gesehen [hat]“. Kastius bezeichnet daraufhin die Aussagen von Schumacher in einem Beitrag auf seiner Facebook-Seite als „Schutzbehauptung“.

Wir dokumentieren hier den zweiten Teil der veröffentlichten Mitschnitte als Protokoll mit Zeitstempeln. (Protokoll Teil I hier)

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Mitschnitt Telefonat Christian Müller – Protokoll Teil I

Der Neonazi Christian Müller in Berlin

Der Neonazi Christian Müller in Berlin

Am Abend des 17. April 2016 veröffentlichte der Berliner Verschwörungsideologe Christoph Kastius, aktiv u.a. beim Berliner Pegida-Ableger Bärgida, zwei Mitschnitte eines Gesprächs zwischen ihm selbst und dem Chef des Potsdamer Pegida-Ablegers Pogida Christian Müller. Bei Christian Müller halten sich außerdem seine Frau Anika Keller, abenfalls aktiv bei Bärgida, und sein Nachfolger Holger Schmidt, sowie dessen Frau, die laut Müller schläft, auf.

Während des Gesprächs reden Kastius und Müller über Daniela Weirich, die angeblich gegen die beiden intrigiert, über die Glaubwürdigkeit Curd Schumachers und über Lutz Bachmann und Pegida sowie die AfD. Christian Müller droht mehrmals Kastius, nimmt zwischendurch Drogen und gleitet mehr und mehr in wahnhafte Gedanken ab. Er stellt wiederholt einen beunruhigenden Größenwahn zu schau.

Müller gibt an, dass er bis 2002 Polizeibeamter gewesen sei. Seine damaligen Kolleg_innen hätten sich damals geweigert ihn festzunehmen. Noch immer hätte er Kontakt zu ehemaligen Kolleg_innen und könne über diese Informationen über „jede Person“ herausfinden. Sein Nachfolger Holger Schmidt bestätigt dies und gibt an, auch überprüft worden zu sein. Die ehemalige Pressesprecherin von Pogida Daniela Weirich soll laut Müller „für ihn laufen“, also als Prostituierte für ihn arbeiten.

Für Mittwoch, 20. April 2016, hätte Müller eine Demonstration anlässlich des Fußballspiels der Männer-Teams des Hertha BSC Berlin gegen Borussia Dortmund angemeldet.

Wir dokumentieren hier den ersten Teil der veröffentlichten Mitschnitte als Protokoll mit Zeitstempeln. Morgen, 19. April 2016, werden wir das Protokoll für den zweiten Teil der Mitschnitte hier veröffentlichen. In diesem Gespräch gibt Christian Müller unter anderem an, Osama Bin Laden erschossen zu haben. [weiterlesen]

„Storno an Kasse 18“ – Patrick Danz: Neonazi-Aktivist und RechtsRocker

Der Neonazi Patrick Danz am Transparent von "Der III. Weg" am 17. Januar 2016 in Genthin

Der Neonazi Patrick Danz am Transparent von „Der III. Weg“ am 17. Januar 2016 in Genthin

Der Potsdamer Patrick Danz zählt zu den wichtigen Akteur_innen der lokalen Neonazi- und RechtsRock-Szene.
Sowohl in seiner Rolle als Sänger der Neonaziband Preussenstolz [1] als auch in Bezug auf seine sonstigen Aktivitäten in der Szene, hat er eine gut gefüllte Neonazi-Vita vorzuweisen.
Aktuell arbeitet er in einem „Netto“-Supermarkt am Stern, nahe einer Geflüchtetenunterkunft.

 

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„Pegida“-Potsdam – Rassist_innen und Neonazis

Der Neonazi Christian Müller am 24. Januar 2016 auf einer Aufführung der "Langen Kerls" am Schloss Sanssouci

Der Neonazi Christian Müller am 24. Januar 2016 bei den „Langen Kerls“ am Schloss Sanssouci

Nun also Potsdam. Früher oder später musste es den Versuch geben, auch in Potsdam die rassistische Stimmungsmache auf den Straßen zu forcieren. Nachdem im Spätherbst 2014 ein Versuch scheiterte, ist es nun eine lose Gruppierung um den Neonazi Christian Müller, die mit dem Label „Pegida“ versucht neonazistischen, rassistischen und verschwörungsideoloigschen Inhalten in Form von „Abendspaziergängen“ eine Bühne zu geben.

Bereits von Beginn an war klar, dass offensichtliche Verbindungen zu neonazistischen Strukturen bestehen und diese zum Teil deckungsgleich mit dem Organistationsteam sind.

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„Hier macht man sich noch selbst die Hände schmutzig“ – Die Selbsthilfewerkstatt Potsdam und ihre Verstrickungen ins neonazistische Milieu

Der Neonazi Tim Borowski (links) mit "Aryan Brotherhood Potsdam" T-Shirt in der Selbsthilfewerkstatt am alten Standort in Drewitz 2012

Der Neonazi Tim Borowski (links) mit „Aryan Brotherhood Potsdam“ T-Shirt in der Selbsthilfewerkstatt am alten Standort in Drewitz 2012

In der Kfz-Selbsthilfewerkstatt Potsdam im Stadtteil Schlaatz können Besitzer_innen und Fahrer_innen ihre Fahrzeuge selbst reparieren. Für ein geringes Entgelt kann das vorhandene Werkzeug und Maschinen sowie das Know-How der anderen Anwesenden genutzt werden, um kleine und große Reparaturen, Umbauten oder komplette Restaurationen vorzunehmen. Statt Fachwerkstätten aufzusuchen können hier Hobby-Schrauber_innen und technisch Versierte selbstorganisiert schrauben, schweißen, hämmern und fachsimpeln. Nachdem bis Januar 2013 die Werkstatt in einer Halle in Drewitz ansässig war, ist sie seitdem am Magnus-Zeller-Platz eingerichtet. [1]

Im Sommer 2015 berichtete nun der Verein Opferperspektive von einem Übergriff auf einen Geflüchteten, der in unmittelbarer Nähe einer Werkstatt und der Unterkunft für Geflüchtete Potsdam stattfand. Es kamen dabei mehrere Männer aus der Selbsthilfewerkstatt und beleidigten den Betroffenen erst rassistisch und griffen ihn dann, unter anderem mit einem Schraubenschlüssel, an. [2]
Wer genau die Angreifer waren ist bis heute nicht ermittelt. Es ist jedoch klar, dass sich der Werkstatt-Chef Henry K. und der engere Kreis um ihn nicht nur an Motoröl und Bremsen die Hände schmutzig machen, sondern auch im Umgang mit offensichtlichen Mitgliedern der neonazistischen Szene Potsdams. [weiterlesen]

Neonazis bei der Feuerwehr – auch in Potsdam?

Sascha Li. und Paul Enderling in den Reihen der Freieilligen Feuerwehr Fahrland

Sascha Li. und Paul Enderling in den Reihen der Freieilligen Feuerwehr Fahrland

Als Mitte September bekannt wurde, dass in der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt mehrfach Nazi-Parolen gerufen worden sein sollen und wenig später auch Vorwürfe gegen einen Lehrgangsleiter im Raum standen, ermittelte bald der polizeiliche Staatsschutz gegen neun Berufsfeuerwehrleute. Bei einem Lehrgang sollen diese RechtsRock abgespielt und dabei mehrfach „Sieg-Heil“ gerufen haben. [1] Weiterhin ist in Oberhavel der NPD-nahe Neonazi Maik Neuber in der örtlichen Feuerwehr Oberkrämer Marwitz als Oberfeuerwehrmann aktiv. Dieser war auch Anmelder eines rassistischen „Abendspazierganges“ in Velten am 5. November diesen Jahres. Neben ihm ist auch der NPD-Anhänger und Neonazi Marko Fichte in Oberhavel als Feuerwehrmann aktiv. Erst 2014 machte er noch eine Truppmannausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr Borgsdorf. Ebenso in einer Freiwilligen Feuerwehr in Oberhavel soll auch der Neonazi Maik Naumann aktiv sein. [2]
Nun wird, wie üblich, mehr oder weniger nach Aufklärung und Konsequenzen verlangt, doch die grundlegenden Probleme, die dahinter stehen, sind an sich keine Neuen. Neonazis und ihre ideologischen Versatzstücke sind in sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen präsent. Warum sie gerade nicht in der Feuerwehr auftauchen und aktiv sein sollen, kann niemand wirklich beantworten. Gerade hier gibt es, z.B. in der Jugendfeuerwehr, ein Freizeitangebot, klare Regeln, männliche Vergemeinschaftung sowie Uniformen und Abzeichen. Alles Dinge von denen sich auch, und vor allem, Neonazis angesprochen fühlen können. Dazu kommt ein starker Korpsgeist, in Feuerwehrkreisen „Kameradschaft“ genannt, der sich vor allem bei Kritik von außen und innen zeigt und sich in dem oben geschilderten Fall an der Landesfeuerwehrschule beispielsweise als Mobbing äußert. [3] Insbesondere die Darstellung der eigenen heroischen Männlichkeit, häufige frauen-, homo- und trans*feindliche Geschlechterbilder und stark hierarchische Strukturen, die sich nicht nur auf Einsatzsituationen beschränken, können genauso Anreize für durchschnittliche Mitglieder wie für Neonazis sein. Zwar gibt es auch progressive Tendenzen in Bezug auf Geschlechterrollen und Leistungsgedanken innerhalb der Feuerwehr, doch befinden sich diese noch deutlich in den Kinderschuhen. Oft hängen emanzipatorische Ansätze in der Ausbildung an der einzelnen Ausbilder_in oder Jugendfeuerwehrwart_in und deren jeweiligen Methoden und Schwerpunkten.

Am 14. November 2015 soll nun in der Biosphäre in Potsdam auf der Delegiertenversammlung des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg auch sein 25-jähriges Bestehen gefeiert werden und der brandenburgische Innenminister Schröter wird ein Grußwort halten. Stellt sich die Frage, ob es auch um die Geschehnisse der letzten Monate gehen wird und wie mögliche Konsequenzen seitens des Feuerwehrverbandes gegen neonazistische Tendenzen aussehen werden. Immerhin bearbeiten andere offizielle Strukturen das konkrete Auftreten von Neonazis in Feuerwehruniformen seit einiger Zeit. So bemerkte vor ca. fünf Jahren, im Rahmen des Deutschen Feuerwehrtages in Leipzig, der Landesjugendfeuerwehrwart aus Mecklenburg-Vorpommern: „Man kann es nicht Schönreden […] Rechtsextreme Vorfälle gibt es vielerorts in den Feuerwehren.“ [4] Eigentlich sollte es an diesem Tag darum gehen, zu zeigen, dass die Feuerwehr nicht ausschließlich aus deutschen heterosexuellen Männern besteht, doch überlagerte auch hier das Thema Neonazis den eigentlich angedachten Diskurs.
Wenn es vielerorts in der Feuerwehr Neonazis gibt, stellt sich für Potsdam schnell die Frage – hier auch? [weiterlesen]

Reaktion von Fortuna Babelsberg ist symptomatisch

Der Verein Fortuna Babelsberg, der wegen integrierten Neonazis in seinem Vereinsleben erneut in Kritik geraten ist, reagiert, nicht überraschend, mit Abwehr, Dethematisierung und leider auch viel Trotz. Eine denkbar schlechte Ausgangssituation für einen kritischen und dem Thema angemessenen, ernsthaften Dialog.
Einem Presse-Artikel vom Donnerstag, der die vorgebrachte Kritik aufnimmt und bestätigt, dass der Verein „schon mehrmals in der Kritik, eine Nähe zur rechtsextremen Szene zu haben“, stand, ist zu entnehmen, dass dieser in einer Sondersitzung des Vorstands die Vorwürfe behandeln und anschließend eine Presseerklärung abgeben werde. [1]
Dies geschah dann am Donnerstag Abend. Unter dem Titel „Fortuna gegen rechts“ bestätigte sich einmal mehr die Unfähigkeit des Vereinsvorstandes sowie seines Vorsitzenden Hartmut Domagala Selbstkritik zu üben, geschweige denn die benannten Neonazis des Vereins zu verweisen. So sehen sie ihren „Verein negativ dargestellt“ und wollen sich dagegen „wehren“, da sie „fussballspielenden Jugendlichen und Erwachsenen verschiedener Hautfarben und Nationalitäten seit Jahren im Verein eine Bindung und Heimat geben.“ [2] [weiterlesen]

Verstrickungen ins neonazistische Milieu – Fortuna Babelsberg bewegt sich nicht

Andre Hartmann ist Trainer des F3-Junioren-Teams bei Fortuna Babelsberg - und vertritt offen rassistische und neonazistische Ideologie.

Andre Hartmann ist Trainer des F3-Junioren-Teams bei Fortuna Babelsberg – und vertritt offen rassistische und neonazistische Ideologie.

In wenigen Tagen soll es zur fußballerischen Begegnung zwischen Fortuna Babelsberg III und Welcome United 03 kommen. Die Stadt Potsdam bewirbt das Spiel der Kreisklasse C, welches am Sonntag den 18. Oktober um 11.30 Uhr auf dem Stern-Sportplatz in der Newtonstraße 8 stattfinden soll, als gelungenes Beispiel der Integration. Auch Oberbürgermeister Jann Jakobs hat sein Kommen angekündigt. [1]

Seit knapp vier Jahren ist jetzt bekannt, dass mit Mario Schober ein stadtbekannter Neonazi für Fortuna Babelsberg spielt und für das zweite Team der Männer im Tor steht. Über ihn und seine als auch die Aktivitäten von anderen Neonazis in Potsdamer Sportvereinen gab es in den folgenden Jahren mehrere Veröffentlichungen. [2]
Anstatt aber die dadurch angeregte Debatte ernsthaft zu führen, sich mit Neonazis in Vereinen und neonazistischer Ideologie in der Gesellschaft auseinanderzusetzen, rief die Stadt Potsdam für das Jahr 2015 die Kampagne „Potsdam bewegt sich!“ aus. Aus antifaschistischer Perspektive hat sich bisher jedoch gar nichts bewegt. Das ist wenig verwunderlich, hat doch die Stadt Potsdam, und insbesondere Jann Jakobs, mit sogenannter akzeptierender Jugendarbeit in der Vergangenheit erst dafür gesorgt, dass sich neonazistische Strukturen etablieren konnten – schließlich konnte in den Neunzigern, unter Jakobs Ägide als Jugendamtsleiter, in einem Förderprogramm zur Integration von rechten Jugendlichen eine der beliebtesten RechtsRockBands („Proissenheads“) zu ihrem Karriereanfang ungehindert in einem Potsdamer Jugendclub proben und in Fahrland wurde in den 2000er Jahren durch den Jugendclub Treffpunkt Fahrland e.V. und den Leiter Thomas Liebe das Wachsen einer neonazistischen Struktur im Potsdamer Norden ermöglicht.
Ähnlich wie damals ist bisher außer Beschwichtigungen, Ausweichmanövern und Dethematisierungen nichts geschehen. Ein deutlich schlechter Zwischenstand für eine Stadt, die sich gern als weltoffen und tolerant darstellt.

Innerhalb des Vereins Fortuna Babelsberg ist es nach unseren bisherigen Recherchen nicht nur Mario Schober, der rassistische und neonazistische Inhalte vertritt. Weitere Mitglieder, Trainer und Vorstandsmitglieder weisen eine gefährliche Nähe zu Neonazis oder ihrer Ideologie auf – oder vertreten diese ganz offen. [weiterlesen]

Neonazistin Melanie Witassek reagiert wie erwartet

Die Facebook-Seite von Melanie Witassek aka "Charlotte Friedrich" nur wenige Stunden nach der ersten Veröffentlichung über ihren neonazistischen Hintergrund - klare Ansage durch Model mit Stinkefinger.

Die Facebook-Seite von Melanie Witassek aka „Charlotte Friedrich“ nur wenige Stunden nach der ersten Veröffentlichung über ihren neonazistischen Hintergrund – klare Ansage durch Model mit Stinkefinger.

Am 23. September 2015 veröffentlichten wir Informationen über die Auftragsfotografin „Charlotte Friedrich“. [1] Unter diesem Pseudonym ist die Potsdamer Neonazistin Melanie Witassek seit spätestens März 2012 tätig. Witassek ist darüberhinaus jedoch auch seit spätestens 2001 in der Potsdamer Neonaziszene aktiv und beteiligte sich seitdem an Einschüchterungsversuchen gegenüber alternativen Jugendlichen sowie an gewalttätigen Angriffen auf Antifaschist_innen. Weiterhin gehört seit ihren Anfängen in dieser Szene die sogenannte Anti-Antifa-Arbeit zu ihren Aktionsfeldern. [2]
Wenige Stunden nach unserer Veröffentlichung hat sie nun einige Änderungen auf ihren Facebook-Seiten vorgenommen. Es sind sämtliche Bilder ihres Partners Mirko Kubeler und ihrer Kinder gelöscht worden. Ebenso viele Bilder, auf denen sie selbst sowie ihre Tättowierungen zu sehen waren. Dennoch sind einige Bilder, auf denen sie zu sehen ist, geblieben. Zusätzlich postete sie ein bereits zuvor von ihr veröffentlichtest Bild, auf dem eine Person einen Mittelfinger zeigt. Ein erstes klares Statement auf die Veröffentlichung über sie. [weiterlesen]



Auf diesem Blog werden wir in unregelmäßigen Abständen über die Potsdamer Neonaziszene berichten.
Dabei wird es neben ihren Protagonist_innen, Strukturen und Aktivitäten auch immer wieder um ihre Rolle im Brandenburger Kontext, sowie darüber hinaus, gehen.

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