Der NPD-Stadtverband Potsdam veranstaltet seine monatlichen Stammtische in der Potsdamer Dart-Kneipe „Wiesenbaude“ am Nuthewinkel 1.
Diese sogenannten Stammtische dienen zur Vernetzung der örtlichen Neonazisszene, zum Festigen neonazistischer Ideologien und zum Austausch von menschenverachtenden Inhalten.

Den ersten Stammtisch hielt die NPD am 31.01.2010 ab, bei dem in erster Linie versucht wurde, die Vernetzung der örtlichen Neonazigruppen voranzutreiben. Dieses Treffen organisierten sie noch in der Gaststätte „Die Else“ (Potsdamer Str. 198) in Potsdam-Bornstedt. Ob die anstehende Renovierung des Gebäudes der Grund des Ortswechsels war, oder die gut versteckte Lage der selbst ernannten Gartenkneipe „Wiesenbaude“ ist nicht bekannt. Fakt ist aber, dass es monatliche Treffen der Potsdamer Neonazistrukturen gibt zu denen regelmäßig (Neo)Nazis aus dem Bundesgebiet eingeladen werden. Bereits auf der Internetpräsenz der NPD Havel-Nuthe berichtet der neonazistische Stadtverordnete Marcel Guse über gemeinsame, interne Treffen, bei denen bekannte Neonazis wie Ralph Tegethoff (ehemals „Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei“), Maik Hampel (ehemals „Nationalistischen Front“) oder den JN bzw. „Spreelichter“ Kader Sebastian Richter als Redner_innen referierten.

Das Jahr 2011 startete der NPD-Kreisverband Havel-Nuthe mit einer Jahreshauptversammlung am 09.01.2011 im Seddiner Hotel „Jägerhof“ (Leipziger Str. 2, Seddin), bei der strukturelle Fragen bezüglich des Kreisverbandes behandelt wurden. Der Potsdamer Stadtverband hielt dann am 27.01.2011 – dem inernationalen Holocaustgedenktag – seinen ersten Stammtisch für dieses Jahr in der „Wiesenbaude“ ab. Wir erwarten, dass es auch der letzte für den NPD-Stadtverband gewesen ist, zumindest in dieser Örtlichkeit.

Die Kneipe „Wiesenbaude“, die Gaststätte „Die Else“ wie auch das Hotel „Jägerhof“ in Seddin ermöglichen erst durch ihr bereitstellen der Räumlichkeiten solch ungestörte Treffen von Jung – und Altnazis und damit die Verbreitung antisemitischer, rassistischer und völkischer Inhalte und schaffen somit eine Arbeitsbasis für menschenverachtende Strukturen in Potsdam!