Der Neonazi Christian Müller in Berlin

Der Neonazi Christian Müller in Berlin

Am Abend des 17. April 2016 veröffentlichte der Berliner Verschwörungsideologe Christoph Kastius, aktiv u.a. beim Berliner Pegida-Ableger Bärgida, zwei Mitschnitte eines Gesprächs zwischen ihm selbst und dem Chef des Potsdamer Pegida-Ablegers Pogida Christian Müller. Bei Christian Müller halten sich außerdem seine Frau Anika Keller, abenfalls aktiv bei Bärgida, und sein Nachfolger Holger Schmidt, sowie dessen Frau, die laut Müller schläft, auf.

Während des Gesprächs reden Kastius und Müller über Daniela Weirich, die angeblich gegen die beiden intrigiert, über die Glaubwürdigkeit Curd Schumachers und über Lutz Bachmann und Pegida sowie die AfD. Christian Müller droht mehrmals Kastius, nimmt zwischendurch Drogen und gleitet mehr und mehr in wahnhafte Gedanken ab. Er stellt wiederholt einen beunruhigenden Größenwahn zu schau.

Müller gibt an, dass er bis 2002 Polizeibeamter gewesen sei. Seine damaligen Kolleg_innen hätten sich damals geweigert ihn festzunehmen. Noch immer hätte er Kontakt zu ehemaligen Kolleg_innen und könne über diese Informationen über „jede Person“ herausfinden. Sein Nachfolger Holger Schmidt bestätigt dies und gibt an, auch überprüft worden zu sein. Die ehemalige Pressesprecherin von Pogida Daniela Weirich soll laut Müller „für ihn laufen“, also als Prostituierte für ihn arbeiten.

Für Mittwoch, 20. April 2016, hätte Müller eine Demonstration anlässlich des Fußballspiels der Männer-Teams des Hertha BSC Berlin gegen Borussia Dortmund angemeldet.

Wir dokumentieren hier den ersten Teil der veröffentlichten Mitschnitte als Protokoll mit Zeitstempeln. Morgen, 19. April 2016, werden wir das Protokoll für den zweiten Teil der Mitschnitte hier veröffentlichen. In diesem Gespräch gibt Christian Müller unter anderem an, Osama Bin Laden erschossen zu haben.

 


 

Das Gespräch wurde laut Angaben am 17.04.2016 geführt und von Christoph Kastius selbst mitgeschnitten.
Christian Müller widerspricht dem Mitschnitt nicht explizit.

Die Mitschnitte wurden, mutmaßlich von Kastius selbst, auf der Soundcloud-Seite von „Aktuelle Kamera“ zu Verfügung gestellt.

offenbar beteiligt am Gespräch:
Christoph Kastius, Christian Müller, Anika Keller, Holger Schmidt, Frau von Holger Schmidt (schläft)

00:00:15
Was soll ich dir angetan haben?

– Streit über das Interview von Christoph Kastius mit Daniela Weirich (Weirich sagt darin, dass Müller erpresst wird und deswegen seine Aktivitäten bei POGIDA aufgeben muss)
– Müller ist verärgert über das Interview, Kastius will ihm damit nur geholfen haben
– Müller will ihm (Kastius) „aufs Maul hauen“

00:01:15
– Müller bekommt Ärger mit Bewährungshelfer (hat von diesem auch das Interview zugeschickt bekommen)
– Gerichtshilfe denkt, dass Müller Weirich zu Kastius geschickt hätte

00:02:00
– Auto vom Müller wurde kaputt gemacht
– – Kastius erwidert, dass es ein spontanes Interview gewesen sei

00:02:15
– Müller hätte Zeugen, dass Kastius Weirich zum Interview „genötigt“ hätte
– Kastius widerspricht und führt Rohschnitte und zeugen an

00:02:50
– „Ich hab Eier inne Hose“ (Müller)
– Weirich hätte (gegenüber Müller) gesagt, dass Kastius bzgl. der Veröffentlichung sich mit Müller abspricht

00:03:30
– Kastius bestätigt, dass er sich mit Müller nicht abgesprochen hat
– Kastius hätte die „peinlichen“ Stellen aus dem Interview herausgeschnitten und nur den Teil zur „Erpressung durch die Justiz“ wichtig gefunden um Müller zu schützen

00:04:15
– Kastius fragt, warum Müller sich das alles gefallen lässt und nicht Rechtsmittel einlegt
– Müller fragt „Bist du behindert?“ und „Liest du Zeitung?“ – er sagt, dass er ja schon in Berufung sei

00:05:10
– Holger Schmidt erklärte sich bereit als Veranstalter aufzutreten, damit sich Müller zurück ziehen kann
– Nach seinem (Müllers) Rückzug als Veranstalter sei die Bewährung bestätigt worden durch die Staatsanwaltschaft gegenüber seinem Anwalt
– dadurch sei jetzt auch ein „Erpressungsskandal“ zu beweisen

00:06:15
– Müller hat mit „Mario“ gesprochen und Kastius sei kein BÄRGIDA-Mitglied

00:06:40
– „beim letzten POGIDA“ sei Kastius nicht gewesen
– „Da gabs richtig Ärger“ (Müller)

00:07:00
– Rechtsanwalt Lorek (von PEGIDA aus Dresden) soll einem Gegendemonstranten den Arm gebrochen haben
– dies wird totgeschwiegen
– Gegendemonstranten hätten sich untergemischt und dann eine „pinke Flagge“ gezeigt – „Natürlich waren das Antifanten“ (Müller)
– Müller hätte Kastius gerne dabei gehabt, damit dieser das dokumentieren kann
– Kastius erwidert, dass er das Material dazu vorliegen hätte und das Müller nur nicht sagen wollte

00:08:10
– Kastius sagt er sei raus „nach der Aktion mit Curd jetzt mach ich nichts mehr“ (gemeint ist Curd Schumacher)
– Müller zu Kastius: „Ne, jetzt hältst du mal kurz das Maul, ok?! Ich verbiete dir jetzt einfach mal das Maul und du hörst zu.“

00:08:30
– Müller sagt, er hat „über Curd auch ein paar Informationen“ und fragt Kastius „Du weißt wer ich bin, ja?“
– Müllers Kontakte hätten ihn vor Curd gewarnt, Müller ist „kein Curd-Fan“

– es geht um die Übergabe des „Materials“ von dem Vorfall aus Potsdam; das wurde in Oranienburg übergeben
– „Mario“ und Müller hätten dort bei einem Italiener auf Kastius gewartet und erwartet, dass er auch reinkommen würde

00:09:50
– Müller: „wie gesagt, du hast zweimal bei mir gegen den Strich geleuchtet“
– Kastius versteht nicht, was Müller will

Müller meint damit offenbar, dass Kastius zweimal gegen ihn gearbeitet hätte

00:10:12
– Müller: „Das erste Ding war mit dieser Daniela Weirich in Oranienburg, weißt noch, wo wir auf der Rücktour waren?“
– Kastius: „Wo sie mich da an die Hand genommen hat?“
– Müller: „Ja das war doch bei Mannheimer oder?“ (gemeint ist der Auftritt von Michael Mannheimer am 8.01.2016 auf dem „Abendspaziergang“ in Oranienburg)
– Müller: „Da wurden wir bis nach Potsdam durch deine [Kastius] Aktion verfolgt“
– Kastius: „Die waren eigentlich hinter mir her“
– Müller: „Ne, die waren hinter mir her“
– Müller: „Bei fast jedem von uns ist irgendwo ein Hausbesuch von statten gegangen“
– Müller: „ich hab Hells Angels aufm Hals“; deswegen hätte er sich bei BÄRGIDA zurückgezogen und bzgl seiner Strafakte gibt es noch ganz andere Hintergründe; davon weiß nur „Mario“
– Müller hätte Weirich gesagt, sie solle „die Fresse halten“ und dass sie nicht das Recht hat im Namen von POGIDA zu sprechen
– Weirich wurde von Müller, bzw seiner Frau Keller, „richtig auseinandergenommen
– Weirich sagte, sie wurde von Kastius genötigt das Interview zu führen

00:12:30
– Müller hat keine Angst, denn er hat „das große Maul, ick hab die Eier dazu, mir ist es scheißegal was die Justiz macht“ (Müller)
– Kastius versucht zu erklären, dass Weirich immer von ihrem Standpunkt aus geredet hätte („IHRERmeinung“, etc.) und eben nicht im Namen von POGIDA (auch nochmal bei 18:10)
– Kastius: „Hör dir das Interview doch mal richtig an, was sie gesagt hat.“
– Müller: „Hab ick, hab ick. War ein gutes Interview, besser wie zu RBB was sie gemacht hat.“
– Kastius sagt, dass er nicht wusste, dass Weirich zu diesem Zeitpunkt nicht im Namen von POGIDA sprechen durfte

00:13:30
– Müller fragt Schmidt, wann und wie dieser Weirich kennengelernt hätte
– Schmidt: „Beim letzten Orgatreffen, da hab ich sie mal ordentlich kennengelernt, vorher hat die Person mir nie was gesagt.“
– gegenüber Kastius hat Weirich gesagt, sie wäre aus Krankheitsgründen nicht mehr Pressesprecherin

00:15:30
– Müller sagt, dass Weirich gegenüber Müller ein falsches Spiel spielen würde und alle gegeneinander aufhetzt

00:15:50
– Weirich meldet sich nicht
– Weirich hat Geldschulden bei „uns“ (unklar ob Müller und Keller gemeint sind oder POGIDA)

00:16:20
– Schmidt erzählt, was er zu Weirich gesagt hätte: „Sie soll sich bewusst darüber werden, wenn sie wirklich für POGIDA sich einsetzen möchte, welche Aufgabe oder Rolle sie da übernehmen möchte“

00:16:50
– Kastius denkt auch, dass Weirich ein falsches Spiel gespielt hat und das „uns beiden“ (Müller und Kastius) nicht bewusst war

00:17:10
– Müller wollte das klären, in dem er nach BÄRGIDA abwartet bis Kastius nach Hause geht
– Müller: „Bei BÄRGIDA muss das nicht geklärt werden, weil da lernste in wahrheit mal nen Hooligan kennen“
– Müller hätte mitbekommen, dass Kastius ihm nicht abnimmt wer/was er sei
– Müller redet von „seiner“ Sitzung von „Gemeinsam Stark“ (neonazistische Hool-Vereinigung)

00:18:30
– Weirich erzählte gegenüber Müller, dass Kastius ihr das alles eingeredet hätte
– Müller darauf zu Weirich: „Daniela, ist dir bewusst, was dem Christoph jetzt blüht?“

00:19:00
– Kastius denkt, er sollte bei BÄRGIDA rausgeworfen werden, wegen seiner „Sturm auf den Reichstag“-Demo

00:19:10
– Kastius bestreitet behauptet zu haben, dass er BÄRGIDA-Mitglied ist

00:20:18
– Kastius: „Im Prinzip bin ick genau so ein armes Schwein wie du, Christian. Darüber solltest du mal nachdenken.“
– Müller: „Ich bin kein armes Schwein.“

00:21:05
– Kastius fühlt sich durch Müller von „irgendwelchen Hooligans“ bedroht
– Müller: „Erstmal, fahr mal zwei Gänge zurück, sonst schalte ich Leute ein. Dann zeig ich dir was Bedrohung ist. […] Und jeder einzelne Hool wird dir sagen aus ganz Deutschland, in dem jahrelang, was ich mir erarbeitet habe …“

00:21:48
– Müller: „Was am Mittwoch ist, weißt du hoffentlich?“ (gemeint ist der 20.04.2016)
– Müller hat da eine „Fandemo“ angemeldet, da Hertha gegen Dortmund spielt
– Müller: „Ich bin auch kein Fußballfan. Dritte Halbzeit interessiert mich, auf die Fresse schlagen interessiert mich.“
– Müller: „Wenn du ein Problem mit mir hast, dann hast du ein Problem mit mir. Das sagt dir meine Frau, das sagt dir jeder, jeder Hooligan“
– Müller: „Wenn du ein Problem hast mit mir, dann komm ich alleine. Und kommst du mit 20 oder 100 Leuten, komm ich immernoch allein.“

00:23:15
– Müller: „Erkundigst du dich in Potsdam über meinen Namen bei der Antifa, wirst du immer … was glaubst du warum die Antifa bei mir nicht mal nen Hausbesuch gemacht hat?“
– Müller: „Wenn ich dich bedrohe, lass diese Äußerungen. […] Da werde ich richtig aggressiv.“

00:24:00
– Müller sagt wegen solcher Sachen stand er vor Gericht
– Müller: „Ich brauch nicht drohen. Ich mache. Ich handle. Wenn jemand ein Problem mit mir hat, dann komm ich alleine“

00:24:25
– Müller: „Wenn Daniela scheiße labert, dann hab ich auch meine Frauen […] Ich fass keine Frauen an. Aber ich kenn genug Hool-Girls, die Frauen anfassen in meinem Namen, weil sie wissen aus Respekt macht Müller gegen Frauen nichts.“

00:25:00
– Müller bittet Kastius das mit der Bedrohung „zurück zu nehmen“
– Kastius sagt, dass er alle Gespräche zu seiner Sicherheit aufzeichnet
– Schmidt sagt, dass sowas vor Gericht nicht verwertbar ist

00:25:50
– Müller will am Montag (18.04.2016) ein Gespräch mit Kastius, Weirich und ihm

00:27:00
– Müller fragt welche Reichweite seine Videos haben;

00:27:30
– es geht um Curd Schumacher, Stefanie Schulz und Dennis Schulz

00:28:50
– in einem Live-Stream-Chat am Abend (17.04.2016) hat Dennis Schulz Kastius als V-Mann bezeichnet, daraufhin hat Kastius dessen Adresse veröffentlicht, daraufhin hat Schumacher Kastius aus dem Chat geworfen

00:29:30
– Müller: „Red weiter ich zieh gerade ein Näschen.“ (kommt im weiteren Verlauf des Gesprächs noch ein paar mal vor)
– Müller ist ab diesem Zeitpunkt hörbar im Denken noch mehr beeinträchtigt,  er springt in den Themen und wirkt mitunter verwirrt und reagiert auch aggressiver auf alle anderen

00:31:30
– Müller droht Kastius wieder in Bezug auf den Mitschnitt

00:32:15
– Müller fragt Kastius, ob der den Verfassungsschutz kennt
– dieser sagt, dass es ja keine Verfassung gäbe und Müller entgegnet, dass dieser dann ja überflüssig sei (Müller zieht wieder eine Line)

00:34:00
– Müller fragt Kastius was dieser von seinem Sohn (Müllers) hält, der entgegnet, dass er ihn noch nicht kennengelernt hat
– Die Mutter des Sohnes hat sich gegenüber Müller beschwert, dass der Sohn nicht verpixelt wurde in einem Video von Kastius
– Müller sagt, dass er hiermit Kastius die Erlaubnis dazu gibt den Sohn nicht zu verpixeln; Müller sagt, dass die Mutter und Müller beide gleichberechtigt Sorgerecht haben

00:36:55
– Müller: „Wir reden über Curd, nicht über meinen Sohn.“
– Müllers Sohn fragt seinen Vater nach einem Bild, auf dem Curd Schumacher mit einer Antifa-Fahne zu sehen sei
– Kastius sagt, dass Schumacher behauptet, dort nur mit „der Antifa“ geredet zu haben; Kastius kann sich dies nicht erklären, da „die Antifa sofort auf ihn losgegangen wäre“
– Kastius: „Also hat Curd uns verarscht“
– Müller und Kastius sinnieren darüber, wie und ob jetzt Schumacher wofür verantwortlich ist und ob er zuverlässig sei
– es geht um Kooperationsgespräche zwischen Polizei, Schmidt und Müller und Körperverletzungsanzeigen die strittigerweise gestellt oder nicht gestellt wurden

– Kastius und Müller hinterfragen Schumachers Aussage, dass dieser noch nie so etwas wie in Potsdam erlebt hätte (in Bezug auf die Gegenproteste)
– Polizei hätte aber gesagt, dass Schumacher unbehelligt auch durch die Gegendemo gehen konnte; Müller fügt bedeutungsschwanger hinzu, dass auch Weirich bei Schumacher dabei gewesen sei
– Kastius: „Tja, dann wissen wir jetzt was da gelaufen ist. Also Arbeitet Curd definitiv für die andere Seite.“
– Müller darauf: „Ne, halt doch mal die Fresse“

00:42:45
– Müller: „Du wolltest wissen wer ich bin.“
– Müller beschreibt, dass erst ab 2002 über ihn Infos Bekannt sind
– Müller: „Wenn ich so Neonazi bin, Rechtspartei-Angehöriger, Hooligan, passt einiges nicht zusammen. NPD mit Hooligan passt nicht, Hooligans NPD passt auch nicht. Demonstration passt erst recht nicht mit Hooligan zusammen.“

00:43:55
– Müller gibt an bis 2002 Polizeibeamter gewesen zu sein
– Müller: „Meine eigenen Kollegen haben geweigert mich zu verhaften.“; es hätten ihn Polizisten aus Sachsen in Zwickau verhaftet

00:45:20
– Müller sagt, sämtliche Potsdamer Polizisten sehen ihn als Kollegen
– Müller gibt an immernoch Kontakt zu Kollegen zu haben und so Infos über „sämtliche Leute“ herausfinden kann

00:45:56
– Müller: „Ich habe sämtliche Leute von BÄRGIDA überprüfen lassen, alle.“
– Kastius fragt nach ob ihn auch, Schmidt redet dazwischen: „Der hat sogar mich überprüfen lassen der Arsch.“

00:46:40
– Müller: „Ich hab meine Mittel und Wege über jeden einzelnen was rauszukriegen. Und ich hab noch Kollegen, die für mich arbeiten. Wenn ich sage der und der Name, dann krieg ich auch auf den Polizeicomputer zugriff. Kann ich dir auch gerne Zeigen.“
– er redet darüber, wie bei der Internetwache Brandenburg sich Polizeibeamte einloggen können und dass da Protokolle versteckt werden und Daten verschlüsselt (sehr wirr)
– Müllers Dienstnummer sei immer noch aktiv

00:48:25
– in seiner Rede in Rathenow hätte Schumacher „mehr für Pro-Asyl gesprochen“; das hat Müller aufgenommen und sofort BÄRGIDA beim Stammtisch mitgeteilt, die hätten das ignoriert
– Müller hat dann versucht alles über Schumacher herauszufinden, ist zu dem Schluss gekommen, dass dieser gar nicht existiert

00:49:15
– bevor Schumacher in Potsdam seine Rede hielt, wollte ein Polizist seinen Ausweis kontrollieren und Schumacher kam zu Müller und hat ihn gebeten zu sagen, dass der er ihn kennt

00:48:38
– Kastius gibt an von der Polizei kontrolliert worden zu sein, als er bei BÄRGIDA ein Flugblatt mit Gesichtern und Namen von mutmaßlichen „Antifa-Fotografen“ verteilt hat; er wurde jedoch nur mündlich verwarnt, da das Impressum fehlte

00:50:30
– Müller zu Kastius: „Du bist ein riesen Arschloch.“
– Müller ist zunehmend verwirrt und fragt Kastius, ob dieser eine Kripo-Beamte namens „Engel“ kennenlernen will
– er redet über den „Antifa-Fotografen“-Flyer, der ihm gegeben wurde
– Beamtin Engel wollte auch so einen Flyer; Kastius denkt, dass die Polizei die Fotografen daraufhin überprüfen will
– Müller sagt, dass auf diesem Flyer aber keine Namen standen, sondern nur Gesichter

00:55:25
– aus dem was Kastius sagt, wird klar, dass er für dieses „Antifa-Fotograf“-Plakat verantwortlich ist

00:56:30
– Müller ruft erst nach Kastius dann nach „Schatz“ und sagt dann geknickt „Immer wenn ich dich brauche bist du weg.“
– Kastius denkt, dass es um ihn geht.

00:56:50
– Müller fragt Kastius: „Hattest du mit Daniela Sex?“
– Kastius: „Hatte ich nicht, nein.“
– Müller: „Hat sie dir sowas angeboten?“
– Kastius: „Ja.“
– Müller: „Umsonst?“
– Kastius: „Davon geh ich mal aus, aber ich hätte mich auch sowieso nicht auf die eingelassen.“

00:57:50
– Müller gibt an, dass Weirich für ihn als Prostituiert arbeitet
– Schmidt und Keller bestätigen das

00:59:08
– Müller droht wieder: „Du weißt nicht mit wem du dich hier anlegst beziehungsweise mit wem BÄRGIDA sich hier anlegt.“

00:59:20
– Müller sagt, die Großdemo am 7.05.2016 in Berlin „wird gestürzt“ von ihm
– Kastius: „Bin ich ja mal gespannt ob ich nen Platz im Parlament kriege, denn das waren auch meine zwei Jahre Aufbauarbeit, die da mit drinne stecken.“
– Müller: „Der Enrico Stubbe … wenn du dir Magdeburg anguckst, dann weißt du wovon ich rede. Ansonsten kriegste von mit mal ein paar Sachen, was ne Hooligandemo ausmacht.“
– Müller hat Wahnvorstellungen über HoGeSa und „Gemeinsam Stark“ und prahlt damit
– Kastius fühlt sich davon wieder bedroht

Müller ist zunehmend wahnhaft und verwirrt, er gibt immer weniger sinnvolle inhaltlich zusammenhängende Aussagen

01:00:57
– Müller: „Soll Montag BÄRGIDA ausfallen? Kostet mich nen Anruf, dass ich meine gesamten Sponsorrechte an BÄRGIDA zurücknehme, dann wirst du sehen wie klein BÄRGIDA ist.“ (gemeint ist der 18.04.2016)
– Müller: „BÄRGIDA hat bis jetzt ne Geldsumme von 10.000 Euro gekriegt von mir und nicht umgesetzt. Können dir auch mehrere Zeugen bestätigen.“
– Müller redet von Quittungen und Verträgen, die das belegen würden
– „10.000 Euro dafür, für die Technik, 10.000 dafür, für das Auto“ hat Müller BÄRGIDA angeboten

01:02:10
– Kastius: „Hast du Kontakt zu Stubbe?“
– Müller: „Nö will ich nicht, darum wird Stubbe seine Veranstaltung fallen. Gemeinsam Stark läuft auf und Gemeinsam Stark ist ein bisschen größer.“
– Kastius fragt ob Müller auch was angemeldet hat, der erwidert, dass sie nichts anmelden brauchen sondern einfach kommen und eine Spontandemo machen.

01:03:00
– laut Müller arbeitet Stubbe mit dem Verfassungsschutz
– Kastius sagt, dass Stubbe ihn mit Technik unterstützt; Müller sagt, dass er selbst mehr für ihn machen könnte

01:03:45
– Kastius: „Wenn du sagst ich gebe dir so und so viel Geld in die Hand, dann garantiere ich dir, dass ich bis zum 07.05. eine große Menge auf die Straße kriege.“
– Müller daraufhin: „Brauchen wir nicht. Mein Name spricht alle Bände. Meine Familie spricht alle Bände. Ich brauch keinen Namen, ich brauch keinen. Und das weiß auch BÄRGIDA und das weiß auch ein Mario.“

01:04:25
– Müller sagt, dass ihm der Anmelder von BÄRGIDA Karl Schmidt auch ein „Dorn im Auge“ sei

01:04:35
– Müller und Kastius streiten wieder über das Interview mit Weirich
– Müller sagt, dass er deswegen „seine Hools“ nicht losschickt sondern alleine kommt
– Müller denkt, dass Weirich erreichen wollte, dass Müller Kastius „aufs Maul haut“

01:06:20
– Laut Müller sei „Mario“ der einzige, der über ihn bescheid wüsste
– Müller fordert Kastius auf mal etwas über „Mario Autino“ (phon.) herauszufinden – das sei nicht möglich
– „Mario Autino“ sei der Kopf von BÄRGIDA und hat Karl Schmidt in der Hand
– Müller: „Das sind ganz andere Mächte am Werk, wer BÄRGIDA wirklich leitet.“

01:06:55
– es geht um Lutz Bachmann und das Verhältnis BÄRGIDA-PEGIDA
– Müller: „Lutz Bachmann ist ein Wichser.“
– Kastius: „Lutz Bachmann ist gekauft. Lutz Bachmann war in Amerika, als er in Amerika war ein paar Tage wussten wir, dass er umgedreht wurde.“
– für Kastius ist klar, dass Bachmann entweder für den Verfassungsschutz arbeitet oder umgedreht wurde; das erkläre auch, warum das Bilderberger-Treffen in diesem Jahr in Dresden sein wird
– es werden mehrere wirre Theorien geäußert
– Müller erzählt, dass er mit Bachmann zusammen arbeitet und ihm aus Dresden 2000-3000 Leute versprochen wurden

01:10:50
– es geht um Rechtsanwalt Lorek aus Dresden
– dieser RA hätte bewiesen, dass die AfD keine Partei sei
– Bachmann hat Lorek gefeuert und er arbeitet jetzt für POGIDA

01:13:20
– Müller fragt wieder welche Reichweite die Videos von Kastius haben, dieser antwortet 2 Millionen
– Kastius gibt an, zuständig für „Anonymous“ zu sein (FB-Auftritt)

01:13:55
– Müller will zusammen mit Lorek von Kastius am Montag (18.04.2016) interviewt werden und „Wahrheit über Lutz Bachmann“ kundtun
– Lorek hätte Müller geraten sich nicht mehr zu den „Dresdener Thesen“ zu bekennen
– Kastius sagt, dass er sich diese Thesen noch nicht angeschaut hat
– Müller will, dass das „weitläufig verbreitet wird“

01:15:40
– Müller redet wirr von „Verschwörungstheorie polizeitaktischer Illusion“ und fragt, wer der größte Schwerverbrecher im Land ist
– Müller fragt was mit Polizei, SEK, MEK etc ist. (ohne Sinnzusammenhang)

01:17:30
– Müller springt wieder zu Curd Schumacher
– Kastius gibt an, dass Schumacher vor „2 oder 3 Wochen“ aus der Chatgruppe der „Orga“ rausgegangen ist ohne Kommentar
– Müller gibt „polizeiliche Information“ an Kastius: „Sie haben nichts, rein gar nichts über diesen Curd Schumacher rausgekriegt.“
– Kastius fragt von wem Schumacher bezahlt wird