Der Neonazi Christian Müller am 24. Januar 2016 auf einer Aufführung der "Langen Kerls" am Schloss Sanssouci

Der Neonazi Christian Müller am 24. Januar 2016 auf einer Aufführung der „Langen Kerls“ am Schloss Sanssouci

Am Abend des 17. April 2016 veröffentlichte der Berliner Verschwörungsideologe Christoph Kastius, aktiv u.a. beim Berliner Pegida-Ableger Bärgida, zwei Mitschnitte eines Gesprächs zwischen ihm selbst und dem Chef des Potsdamer Pegida-Ablegers Pogida Christian Müller. Bei Christian Müller halten sich außerdem seine Frau Anika Keller, abenfalls aktiv bei Bärgida, und sein Nachfolger Holger Schmidt, sowie dessen Frau, die laut Müller schläft, auf.

Im zweiten Teil des Gesprächs geht es wieder um Curd Schumacher und dessen mutmaßliche Tätigkeit für den Verfassungsschutz. Zu Beginn redet Kastius mit Keller über Curd Schumacher. Danach steigt Müller wieder in das Gespräch ein, das dadurch immer wirrer wird. Müller erzählt widersprüchlich über seine Polizeiausbildung, gibt an als Scharfschütze bei der Bundeswehr ausgebildet worden zu sein und persönlich Osama bin Laden erschossen zu haben.

Trotz Ankündigung im Telefonat waren bei der Demonstration von BÄRGIDA am 18. April 2016 in Berlin weder Christian Müller, Curd Schumacher, Christoph Kastius noch Daniela Weirich anwesend.

In einem Video, das Curd Schumacher am Dienstagnachmittag, 19. April 2016, veröffentlichte, spricht dieser von einer Inszenierung, um Christoph Kastius vorzuführen. Er bezeichnet das Veröffentlichen der Mitschnitte durch Kastius als „die größte Schwachköpfigkeit, die [er] in den letzten Jahren überhaupt gesehen [hat]“. Kastius bezeichnet daraufhin die Aussagen von Schumacher in einem Beitrag auf seiner Facebook-Seite als „Schutzbehauptung“.

Wir dokumentieren hier den zweiten Teil der veröffentlichten Mitschnitte als Protokoll mit Zeitstempeln. (Protokoll Teil I hier)

Das Gespräch wurde laut Angaben am 17.04.2016 geführt und von Christoph Kastius selbst mitgeschnitten.
Christian Müller widerspricht dem Mitschnitt nicht explizit.

Die Mitschnitte wurden, mutmaßlich von Kastius selbst, auf der Soundcloud-Seite von „Aktuelle Kamera“ zu Verfügung gestellt.

offenbar beteiligt am Gespräch:
Christoph Kastius, Christian Müller, Anika Keller, Holger Schmidt, Frau von Holger Schmidt (schläft)

00:00:20
– Kastius ruft über Festnetz zurück
– Anika Keller redet
– Christoph Kastius entschuldigt sich, da er gerade auf der Toilette war
– Keller und Kastius sind sich einig, dass das alles sehr komisch sei

00:01:30
– Kastius denkt, dass sich „U-Boote“ unter ihnen befinden um den Zusammenhalt zu brechen
– Keller pflichtet ihm bei und das alles macht ihr „ganz ganz große Kopfschmerzen“
– Kastius sagt er stünde auf der Seite der „kleinen Leute“

00:02:40
– Kastius wiederholt, dass er Müller mit dem Interview mit Weirich nur schützen wollte, indem er den „Erpressungsversuch“ ans Licht bringt
– Kastius redet von „Stasi 2.0“ und behauptet, dass Angela Merkel bei der Stasi gewesen sei

00:03:50
– Kastius: „Wir wurden 1990 einfach verarscht.“

00:04:28
– Kastius sagt, dass er seit Jahren verfolgt werde und versucht wurde zu manipulieren und zu schikanieren, weswegen er seine Wohnung verlor; er müsse sich nun in Pensionen „ums Überleben kämpfen“
– Kastius: „Medial haben die mich kalt gemacht. Mich nimmt kein Mieter mehr, mit dem, was da in der Presse stand.“ (gemeint ist offenbar „Vermieter“)

00:05:20
– Keller sagt, sie hätte schon vor mehreren Monaten E-Mails „aus einem sehr engen Kreis“ bekommen, in denen stand, dass es einen Verräter gibt
– Kastius sagt, dass der Verräter nur Curd Schumacher sein könne und ein-zwei andere Leute
– Keller erwidert, dass Schumacher ja auch nur Mittelsmann sein könnte
– Kastius gibt zu bedenken, dass „Christian“ (gemeint ist Christian Müller) jedoch bestätigt hätte, dass Schumacher bezahlt wird und dadurch klar sei, dass er „was auch immer“ ist
– für Kastius ist auffällig wie „professionell“ die Videos von Schumacher gemacht sind

00:06:45
– Kastius sagt, er wolle nicht zu BÄRGIDA kommen (am Montag, 18.04.2016), da Schumacher ihn bedroht hätte
– Keller fragt nach „wie“ er bedroht wurde
– Kastius sagt, dass er in einem Video von Schumacher „ganz offen“ bedroht wurde, dass er sich nicht bei BÄRGIDA blicken lassen soll und dass Schumacher ihm dort auflauern wird

00:07:05
– Kastius erklärt was dazu geführt hätte
– Kastius wurde von Schumacher aus dem Chat entfernt/blockiert, obwohl er doch die Adresse einer Person veröffentlicht hätte, die wiederum Schumacher „angegriffen“ hätte
– laut Kastius hätte Schumacher ihn als „ballaballa“ bezeichnet und ihn gewarnt, er solle sich nicht bei BÄRGIDA/PEGIDA sehen lassen, da Schumacher ja viel mehr Leute hinter sich hätte

00:07:55
– Kastius als Erwiderung auf Schumacher: „Sorry, diesen Stress tu ich mir hier nicht mehr an, ich hab zwei Jahre umsonst gekämpft, dann bin ich raus aus der Nummer.“
– Kastius fragt Keller, ob sie das verstehen würde; diese antwortet „Ja, natürlich.“
– Kastius: „Ich hab zwei Jahre hier Berlin mit aufgebaut. Was soll der Scheiß?“
– Keller fragt nach: „Wie kann ich mir das vorstellen ,aufgebaut‘?“
– Kastius: „Naja ich hab doch vor zwei Jahren schon angefangen zu kämpfen mit der Kundgebung. Du siehst doch, dass wir da schon 11, 12, 13 tausend Follower haben, ne? Das ist zwei Jahre Aufbauarbeit.“
– Keller gibt an, dass sie ihn (Kastius) ja schon vor über einem Jahr auf Kundgebungen gesehen hätte; Kastius darauf: „Bevor PEGIDA überhaupt ein Thema war.“

00:08:55
– Kastius spricht von Schumacher als „Neueinsteiger“, der die Sache für ihn selbst gefährlich machen würde und bezeichnet ihn als „nicht kritikfähig“
– Kastius: „Ich hab jetzt kapiert, dass bei Curd ein falsches Spiel läuft. Und das seh nicht nur ich so, das sehen Andere auch so.“

00:10:10
– Keller fragt sich wie lange Schumacher denn schon dabei sei und sagt, dass man nicht abstreiten könne, dass Schumacher auch was im Kopf hätte
– Kastius: „Er redet das niedere Volk an, und zwar die, die unzufrieden sind. Die spricht er an. Auch mit seiner Schreierei da in den Videos.“
– Keller erwidert, dass ab und zu auch mal ein scharfer Ton von Nöten sein; darauf sagt Kastius, dass das nicht das Problem sei, sondern „festzustellen, dass man von ihm nur verarscht wurde, […] dass das Taktik war, dass das ein Spiel war von ihm. […] Das ist das Schlimme.“

00:11:35
– Kastius wundert sich über den Traffic, der aufkam, als er Schumacher interviewte und mutmaßt, dass das wohl „eine bezahlte Geschichte war“
– Keller sagt, dass sie sich nicht über alles informieren könnte, da das „Netz dementsprechend zugebombt und zugekleistert“ sei

00:12:55
– Kastius will ins Bett gehen und sagt, dass „er“ (gemeint ist Müller) ja wahrscheinlich nicht mehr verfügbar ist
– Keller sagt, dass sie ja noch quatschen können und dass sie da kein Problem mit hätte, wenn Kastius keins hätte
– darauf Kastius: „Wie soll ich mit Frauen ein Problem haben, ganz ehrlich?“
– Keller: „Na du bist ja jetzt mal nicht so der überagressive Mensch, würde ich mal jetzt sagen so, halt wie du jetzt hier rüberkommst und so.“

00:13:45
– Kastius denkt, Müller könne froh sein, dass er „diese Erpressung aufdeckt“ und dass er nicht versteht, warum Müller sich so darüber aufregt (gemeint ist immernoch das Interview mit Weirich)

00:14:35
– Keller findet das Interview an sich gut
– Kastius gibt an, dass das Interview eigentlich länger sei, er aber die für Weirich peinlichen Stellen herausgeschnitten hätte, um sie nicht in einem schlechten Licht da stehen zu lassen
– Weirich hätte gesagt, dass sie nicht mehr Pressesprecherin für POGIDA sei, weil sie krank war

– es folgt ein Abschnitt, in dem Kastius das Roh-Video sucht, um es Keller zuzuschicken
– Kastius sagt, dass seine Kamera immer laufen würde, damit er Material hat, falls er mal angegriffen wird

00:21:45
– bei Kastius auf dem Computer läuft die ungeschnittene Version des Interviews von Weirich; Audio ist zu hören
– Weirich sagt, sie wäre krank gewesen, weswegen sie keine Pressesprecherin von POGIDA mehr sei

00:24:22
– Kastius fragt, ob Weirich „gefeuert“ wurde „von der Funktion“ (als Pressesprecherin)
– Keller darauf: „Naja, dazu möchte ich mich jetzt gerade nicht unbedingt äußern. […] Sie macht ihr Ding, wir machen unser Ding. Jeder lebt sein Leben, würde ich mal meinen.“
– wirr redet Keller davon, dass es in dem Fall besser sei „alle auf einem Tisch …“ (sie meint offenbar, dass sich alle gemeinsam darüber austauschen sollen, um das zu klären)
– Kastius erwidert, dass ein Video nicht gefälscht werden könne

00:25:27
– Kastius sagt wieder, dass er ins Bett geht
– Keller sagt darauf, dass es sie eh wundert, dass er noch so lange wach ist
– im Hintergrund wird Christian Müller wahrnehmbar
– beide gleiten wieder in ein Gespräch darüber ab, dass das ihnen alles „spanisch“ vorkommt (Keller) und ob „das bewusst zerstört werden [soll], die Aktion, damit der 07.05. nicht stattfindet, oder so“ (Kastius)

00:26:36
– die beiden reden über die Großdemo am 12.03.2016
– Kastius glaubt, über 5000 Leute dort gesehen zu haben aber dass es nicht „die kritische Masse von Deutschland war“
– Kastius: „Mindestens 100.000 müssen wir sein, dann haben wir gut Chancen zu übernehmen.“

00:27:53
– Christian Müller meldet sich zurück: „Ey, ick bin wieder da!“
– Kastius: „Ja.“
– Müller:  „Ich hab aber alles mitgehört.“
– Kastius: „Ja wunderbar. Hast du auch gehört was Daniela gesagt hat, ja?“
– Müller: „Ja, ich hab auch gehört was du eben gesagt hast.“
– Kastius: „Na wunderbar, dann bist du ja informiert.“
– Müller: „Ich bin ja nicht blöde.“
– im Hintergrund ist auch Holger Schmidt wieder wahrnehmbar

00:29:00
– Müller redet wieder über Curd Schumacher: „Ist ein Patriot.“
– Kastius: „Ich glaube ich bin mehr als Patriot.“
– Müller: „Was bist du denn?“
– Kastius: „Ich denke, dass wir immer noch ein besetztes Land sind, das ist meine Meinung, und dass wir uns nur selbst befreien können über eine Nationalversammlung.“
– Müller: „Das war nicht meine Frage. Das war auch nicht die Antwort auf meine Frage. Du hast gesagt, du bist mehr wie Patriot. Was ist denn mehr wie Patriot?“
– Kastius: „Ich wäre bereit mein Leben für mein Volk zu verteidigen. ähhhhh. andersrum. Ich wäre bereit, für das Leben des Volkes mein Leben zu opfern. […] Das heißt, wenn wir da mit mehreren tausend Mann vorm Reichstag stehen bin ich auch bereit [unverständlich], und das wissen die Leute auch. […] Deswegen bin ich auch im Dezember festgenommen worden. Kannst du dich daran erinnern? Wie schnell ich wieder draußen war?“

00:32:00
– Müller: „Wann hat die letzte Fandemo von Hertha BSC in Berlin stattgefunden?“ (ohne Zusammenhang, Müller wirkt immer noch verwirrt)
– Kastius sagt er wüsste es nicht, da er kein Fußballfan sei
– Müller gibt an, dass die letzte Fan-Großdemo vor seiner Haftstrafe gewesen sei und: „Ich bin jahrelang zurückgetreten, jahrelang. Wie du gesagt hast, von der Justiz mich erpressen zu lassen, ne?“

00:32:50
– Müller und Kastius reden wieder
– Kastius beschreibt seine Situation: „Ich habe schon alles verloren. Ich habe keine Wohnung mehr, ich sitze in einer Pension und der Staat muss dafür jetzt bezahlen. Ich war ja nur zwischendurch noch im Knast undsoweiter wegen Meinungsverbrechen undsoweiter. Ich hab das ganze Spiel mit diesem Scheiß-System schon durch, verarschen können die mich nicht mehr.“

00:33:35
– Kastius sagt, er hätte an Müllers stelle den Rechtsweg bis zum Europäischen Gerichtshof bestritten und sich nicht erpressen lassen
– Kastius gibt an den Rechtsanwalt und Neonazi Wolfram Narath für seine Verfassungsbeschwerde engagiert zu haben, die dann auch angenommen wurde
– in diesem Jahr soll ein Urteil dazu gefällt werden

00:34:56
– Kastius rät Müller, er solle das Video-Interview mit Weirich nutzen um vor Gericht zu beweisen, dass er erpresst wurde in der ersten Instanz
– Müller darauf: „Nein Chris […] dein scheiß Video ist ein Müll wert. Dein Drecks-Video ist ein Müll wert. Das sagt dir jeder. Und ich hab Juristik nicht studiert, ich habs nur eingehämmert bekommen als Polizeibeamter. Und ich sage dir als Polizeibeamter, dass dieses scheiß Audio-Aufnahme und Video-Aufnahme null toleriert und alles gegen mich verwendet wird. Alles was sie jetzt sagen kann gegen sie verwendet werden. So lautet das amerikanische Strafrecht. Und so hantieren die derzeit mit uns.“
– Müller redet wirr über seine Funktion als Polizist und wie ihm bei BÄRGIDA der Mund deswegen verboten wurde

00:36:58
– Müller kommt wieder auf ein anderes Thema zurück: der größte Schwerverbrecher im Land (siehe Protokoll Teil I: 01:15:40)
– Kastius: „Ja wer kann das sein? Obama? Kann ja nur der Amerikaner sein, wenn wir immer noch ein besetztes Land sind.“
– Müller: „Fangen wir an, wer Frau Merkel kontrolliert.“
– Kastius: „Wahrscheinlich der Gauck.“
– Müller: „Der Gauck nicht.“
– Müller erzählt zusammenhanglos von einer Situation in der ein Polizist einen Demonstranten festnimmt; Kastius erzählt vom Eid eines Beamten auf das Deutsche Reich von 1937 laut §85 Bundesbeamtengesetz

00:41:45
– Müller fragt wovor alle, die mit ihm zu tun hatten, Angst hatten; nämlich davor, dass er (Müller) mit Handschellen weggeführt würde
– laut Müller gibt es den Verfassungsschutz und andere Behörden, die ihn weg sperren würden, ohne dass jemand anderes weiß, wo er ist
– Müller: „Darum war es gut, dass du jetzt über Festnetz zurückgerufen hast, denn das kann nicht abgehört werden. Ich hab einen Sperrsender drin.“
– Kastius: „Ich weiß, dass es solche Internierungslager gibt.“ (er meint den Maßregelvollzug); er wurde von Narath daraus geholt
– Müller: „Narath hat keine Befugnis dich da raus zu holen.“
– Kastius gibt an, dass er eine Therapie verweigerte (Bewährungsauflage) und deswegen in Haft kam

00:44:50
– Holger Schmidt fragt nach wer der Anwalt gewesen sei, Kastius antwortet Wolfram Narath und Patrick Hoppe (anwalt-hoppe.de)

00:46:25
– Schmidt würde laut Müller immer alles und jeden hinterfragen, auch Müller selbst; Schmidt hätte Müller unterstellt selbst vom Verfassungsschutz zu sein

00:47:05
– Schmidt fragt Kastius über RA Hoppe
– Schmidt gibt an lieber oft nachzufragen um Dinge zu verstehen
– Kastius erzählt, wie es zu seiner Haft kam, den Richter, über seine Verteidigung
– Schmidt sagt, es sei interessant für ihn, was andere schon hinter sich haben

00:50:45
– Christian Müller meldet sich wieder zu Wort
– Kastius und Müller reden wirr über den Namen „Christian Müller“
– Müller sagt nicht Christian zu heißen und spricht dann Kastius mit „Arschloch, Arschloch!“
– Müller sagt, dass Holger Schmidt ein Pseudonym ist und er nicht wirklich so heißt
– Müller sagt, dass er Karsten Müller genannt werden will von Kastius

00:52:50
– Kastius und Müller reden wirr über Anmelder und Veranstalter einer Demonstration bzw. von POGIDA

00:53:30
– Müller fragt Kastius ob er „strohdoof“ ist

00:53:45
– Müller sagt, dass Schmidt nicht der sei, für den er sich ausgibt
– Müller: „Ich bin weiterhin Veranstalter und Anmelder Christian Müller. Aber als Veranstalter darf ich nicht mehr auftreten, als Anmelder darf ich nicht mehr auftreten, richtig?“
– Kastius bezeichnet Schmidt als „Strohmann“

00:55:20
– aus dem was Müller sagt wird klar, dass er nachwievor für POGIDA verantwortlich ist; über Holger Schmidt versucht er lediglich seinen Namen von der Öffentlichkeit fern zu halten

00:56:35
– Müller fragt warum der Anmelder in der Presse immer bekannt ist und der Veranstalter aber nicht
– Müller redet wirr über Werder und das Baumblütenfest, Veranstalter

00:58:10
– Müller spricht davon, dass er Bordell-Betreiber und Escort-Service-Betreiber ist
– Kastius und Müller streiten sich weiter über die Unterscheidung Anmelder-Veranstalter

01:00:00
– Müller denkt, dass wegen ihm die Polizei Brandenburg sich wieder Wasserwerfer anschaffen will

01:01:02
– Kastius mahnt Müller an „etwas weiter [zu] denken“ und geht dann zum „Fall Böhmermann“ über, der genutzt würde um die Meinungsfreiheit auszuhebeln

01:02:25
– Müller: „Chris, wer ist denn der gesamte Ursprung von allem? […] Warum gehen Bürgerbewegungen auf die Straße, warum gründet sich PEGIDA?“
– Kastius darauf: „Na ich denke die Juden, die Zionisten, ne? […] Das Finanzjudentum, das hatten wir ja 1923 schon mal das Problem. Und ich sehe, dass sich das hier alles gerade wiederholt.“
– Müller: „Finanzjudentum hat damit nichts zu tun.“
– Kastius: „Na Rockefeller und wie sie alle heißen.“
– Müller: „Ich bin größer.“
– Kastius: „Wenn du größer wärst, dann hättest du jetzt nicht diese Probleme mit der Justiz. Dann würden sie es nicht wagen Klage zu erheben.“
– Müller: „Also wer bin ich denn?“
– Kastius: „Natürliche Person oder juristische Person, kannste dir aussuchen.“
– Müller: „Ne, wie du mich siehst. Wenn wir uns begegnen bin ich natürlich. Sie wagen es nicht, richtig.“

01:04:25
– Müller sagt, dass es 2002 die letzte Presseveröffentlichung über ihn gab

01:04:35
– Müller fragt, wann Osama bin Laden gestorben ist
– Kastius sagt, dass er schon viel früher gestorben sei, als bekannt gegeben wurde und dass bin Laden ein Produkt der CIA sei
– Müller und Kastius reden über den 11. September 2001 und ob es ein Terroranschlag war oder nicht

01:06:30
– Müller sagt er war von 2002-2004 in Haft; 2002 sei er „unehrenhaft“ beim Militär entlassen worden wegen schwerer Körperverletzung, weil er einen ranghöheren Offizier verteidigt/beschützt hätte
– Müller gibt an 2006 vom Justiz- und Verteidigungsminister sowie einem Militärgericht Haftverschonung erhalten zu haben und wieder einberufen worden zu sein; seine Frau (Keller) könne das bestätigen
– Anika Keller dazwischen: „Hmhm, richtig.“
– Müller sagt jetzt, dass er 2008 wegen eines Auftrages aus der Haft entlassen wurde; dies hätte seine Frau (Keller) mitbekommen, die jetzt „unter Eid und Schweigepflicht“ stünde; Keller darauf: „Richtig.“

01:08:00
– Müller: „2008 wurde ich einberufen von der Deutschen Bundeswehr, 2002 wurde ich unehrenhaft entlassen. Danach war ich bei der Polizei. Das kann man nach meinem Geburtsdatum nachvollziehen.“
– Kastius: „Und der Auftrag lautete ,Ergreifung bin Ladens‘ oder auf was läuft das jetzt hinaus?“
– Müller: „Ausreden lassen! Bei der Bundeswehr wurde ich entlassen auf Grund meiner schweren Vorwürfe. Und danach war ich bei der Polizei und danach bin ich in Haft gekommen. Und danach wurde mir 2006 ein Deal angeboten von der Bundesjustizkammer, die es gar nicht gibt, diese Abkürzung. Weil sie jemanden gesucht haben, der bei der Bundeswehr genau so ausgebildet wurde wie ich. Und dann haben sie gesagt ,das gibts nicht‘. Und dann haben sie gesagt, dass sie mich einberufen können.“

01:09:20
– Müller: „Bin Laden wurde 2008 hingerichtet in Afghanistan. In seinem Hauptquartier-Bunker, der gestürmt wurde von amerikanischen Soldaten drei Stunden nach Angriff eines deutschen Unteroffiziers namens Christian Müller. Darüber habe ich Stillschweigen zu bewahren und Schweigepflicht ausgesprochen. Ich bin ausgebildeter Scharfschütze bei der Deutschen Bundeswehr bis heute.“
– Keller im Hintergrund: „Ja.“
– Müller: „Meine Frau hat sämtliche Schriftstücke hier zu Hause.“
– Kastius: „Und der Angriff wurde von bin Laden befehligt, oder was?“
– Müller: „Nein, von … von dem amerik… der …  Bin Laden und … Bin Laden … Ich habe die gesamte Justiz, ich habe den gesamten Besatzungsstatut damals 2004 gekippt. 2001 war die Terrornacht, am 11. September 2001. Dann wurde erklärt in allen Fernsehsendern ,Krieg gegen den Terror‘, richtig?“
– Müller redet weiter über Spezialeinheiten und wie der Ablauf nach dem 11. September war
– Kastius: „Warum haben die den erst 2008 gefunden?“
– Müller: „[…] Und 2002 war ich mit meiner Ausbildung fertig. Bei der Deutschen Bundeswehr. Als Scharfschütze. Und da war immer noch das Thema sehr präsent [evtl. sagt er „brisant“]. Osama bin Laden.“

01:12:05
– Müller sagt, dass er als „kleiner, nicht wahrgenommener Soldat“ damals gesagt hätte: „Ihr wollt bin Laden gar nicht fangen. Keine deutsche Regierung, keine US-Regierung und keine andere Regierung möchte ihn fassen.“
– Kastius: „Ja, weil wenn er gefasst worden wäre, hätte er vielleicht Geheimnisse ausgeplaudert.“
– Müller: „Nein. Und dann haben sie mir, weil ich das gesagt habe, mein Leben damals zerstört.“
– Müller gibt an, dass er dann auf mehrere Auslandseinsätze geschickt wurde und „die“ gehofft hätten, dass er da umkommt
– er hat das alles seiner Frau und anderen erzählt

01:14:20
– Müller gibt an, damals angeboten zu haben Osama bin Laden lebend zu liefern „mit den Leuten, mit denen ich trainiert und ausgebildet wurde, schaff ich es lebendig der US-Regierung zu überstellen oder einem Europäischen Gerichtshof. USA ist nicht Europa. Das ist das Hauptthema. Der Europäische Gerichtshof hat mit bin Laden gar nichts zu tun, kannst du nachlesen. Die haben ihre Annahme verweigert.“
– Kastius fragt nach, was dann passiert sei; Müller erwidert: „Gar nichts“, und dass er unter Druck gesetzt wurde und „unehrenhaft“ entlassen wurde
– Müller: „Ich denke, dass das eine Intrige war. Am Bahnhof, wo mein Oberoffizier angegriffen wurde. Ich bin Unteroffizier der Deutschen Bundeswehr. Hab meine Dienste fürs Land getan, hab mich … die Pflichtzeit durchgemacht […] Bin Unteroffizier bis heute.“
– Keller: „Ja.“
– Müller redet weiter über Bundeswehr und dass er das alles beweisen könnte etc.; er gibt an, dass „seine Leute“ ihren Dienst ebenfalls quittiert hätten, weil Müller entlassen wurde

01:17:00
– Müller redet wieder über Osama bin Laden
– er gibt an 2006 in der JVA Cottbus gewesen zu sein, wegen Körperverletzung; er hätte sich aus Notwehr gegen 30 Leute verteidigt, die ihn, seine Frau (Keller) und seine Schwiegermutter angreifen wollten; die Polizei hätte ihn wegen seiner Ausbildung als Scharfschütze festgenommen
– die Presse hätte darüber nichts geschrieben
– Müller erzählt wieder, wie er 2006 von der Bundeswehr und vom Verteidigungsminister und Justizminister (er redet diesmal direkt von Volkmar Schöneburg, Justizminister des Landes Brandenburg 2009-2013) „ausgelöst“ wurde
– daraufhin hätte er den Auftrag bin Laden zu töten bekommen, weil er nicht mehr zu kontrollieren gewesen sei
– Müller fantasiert weiter über bin Laden und wie er zwischen 2006 und 2008 auf diesen Einsatz vorbereitet wurde

01:21:17
– Müller sagt, dass es deswegen keine Daten über ihn aus dem Zeitraum geben würde
– „Christian Müller“ würde auch im Moment nicht existieren, da es „keine Meldeanschrift in Potsdam und und und“ geben würde

01:21:55
– Müller: „Ja und dann kam mein Auftrag, ihn zu liquidieren.“
– Kastius: „Und das hast du 2008 gemacht?“
– Müller: „Nein. Wir hatten mehrere Terrorkommandos der Deutschen Bundeswehr, sind eingefahren und sämtliche amerikanische Agenten sind gestorben. Und dann haben sie gesagt ,lassen sie mal das Großmaul Christian Müller ran‘.“
– Müller fantasiert weiter und sagt: „Ich habe dann den Auftrag angenommen.“
– Kastius: „Nu lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen.“

01:23:35
– Müller: „Und dann hatte ich bin Laden das allererste mal im Zielfernrohr zu sehen und hab ihn abgedr… hab ihn im Zielfernrohr gesehen, hab seine Bodyguards gesehen, aber ich hatte bin Laden in freier Schusslinie. Abgeknallt. Weil ich Schussfreigabe hatte. Alles Terroristen. Ausgeführt bestätigt. Und danach wurden Amerikaner geschickt, um meine Einheit auszuradieren. Von 24 Leuten.“
– Kastius: „[…], um Zeugen zu vernichten oder was?“
– Müller: „24 deutschen Soldaten, ausgebildet unter meinem Ausbilder, unter meinem Kommando geschickt, habe ich drei nur zurück gebracht. Und daran knabber ich bis heute, und das kannst du meine Frau fragen.“
– Kastius fragt warum sie ihn (Müller) haben leben lassen, dieser erwidert: „Weil ich rausgekommen bin, du Idiot.“
– Müller fantasiert weiter über diesen „Einsatz“ und erzählt „die Wahrheit“

01:26:10
– Müller erzählt über den Aufbau einer Scharfschützen-Einheit

01:26:36
– Kastius glaubt das alles offenbar: „Langsam, glaube ich, dämmert es mir. Ihr habt entgegen dem Auftrag der Amis bin Laden umgebracht, obwohl die Amis wollten, dass bin Laden weiterlebt.“
– Müller darauf: „Nein, du verstehst es nicht. Wer hat bin Laden getötet in der Pressemitteilung?“
– Kastius: „Die Amerikaner.“
– Müller: „Richtig, damit die dann gut da stehen.“
– Kastius: „Es ging nur um Heldentum, so ein scheiß. Und dafür werden Menschen getötet.“
– Müller: „Es ging nicht um Heldentum. Ich habe mich mit dem Volk unterhalten.“
– Müller fantasiert weiter und erzählt wie er „da raus gekommen“ ist; er könne die Dörfer und Dorfältesten benennen

01:28:37
– Kastius denkt, dass Müller eigentlich nicht am Leben sein sollte und durch seine Öffentlichkeit bei POGIDA er jetzt wieder auffällt
– Müller sagt, dass er nie ein Pseudonym benutzt hätte; „Mario“ hingegen (von BÄRGIDA) würde eins benutzen und Müller und Keller kennen auch den richtigen Namen
– Müller gibt an, dass „Mario“ ihn bei Kooperationsgesprächen mit der Polizei begleitet hätte und ihn überzeugt hätte „weiter zu kämpfen“

01:30:15
– Müller: „Meine Leute sind die fähigsten Leute, die den ich das zu verdanken habe, dass ich mit dir telefonieren darf. Verstehste? Und ich danke allen beiden dafür, dass ich hier sitze. Und wir sind aus dem Krieg rausgekommen und haben uns im Flieger gefragt, ob das die Tat für Deutschland war, weil wir vom Volk bin Laden geschützt wurden. Weil wir Deutsche waren.“
– Müller fantasiert über den Verteidigungsminister und seinen Einsatz
– Kastius fragt nach, ob die Dorfbewohner wussten, dass sie bin Laden getötet haben und ob sie sich mit Zivilkleidung getarnt hätten; Müller darauf: „Wir hatten Bundeswehr-Sachen an, weil es war ja ein Bundeswehr-Einsatz.“
– Kastius: „Ihr seid in Bundeswehrklamotten in das Dorf rein? Unglaublich.“
– Müller: „Ja. Deutschland. Friedensmission haben wir denen verklickert! […]“
– Kastius: „Das scheinen ja richtige Hinterwäldler zu sein.“
– Müller: „Nein, unterschätz die nicht!“
– Müller erzählt wie amerikanische Soldaten afghanische Frauen vergewaltigt und hingerichtet wurden und dass bin Laden ein guter gewesen sei
– Müller erzählt weiter wirr über Afghanistan und einen afghanischen Austauschstudenten, über bin Laden und dessen Nachfolger, über die Weltwirtschaftskrise, über seinen Einsatz und seine Flucht etc.

01:42:20
– Kastius gibt an, damals (vor 10 Jahren) damit angefangen zu haben zu bestreiten, dass Deutschland ein souveränes Land sei und dass er mit Horst Mahler den Holocaust in Frage gestellt hat

01:42:55
– Kastius fragt Müller, ob dieser ihm am Montag (18.04.2016) den Rücken freihalten könne, wenn Curd Schumacher auftaucht; daraufhin lacht Müller
– Müller und Kastius reden wieder über Schumacher

01:44:15
– Müller sagt, dass er und seine Frau (Keller) Kastius gerne ein Interview geben würden
– Müller bietet Kastius Bilder an von Schumacher, die diesen Zeigen, wie er Drogen konsumiert
– Müller redet wieder zusammenhanglos über Schumacher, Lutz Bachmann, einen Hooligan, BÄRGIDA etc…