Der Potsdamer Neonazi Uwe Menzel auf dem Cover des Albums "Fanatiker" seiner Band Aryan Brotherhood

Der Potsdamer Neonazi Uwe Menzel auf dem Cover des Albums „Fanatiker“ (2003) seiner Band Aryan Brotherhood

Ergänzung zur möglichen Interpretation des Songs „Rosarot“ – 28. Mai 2016

Ungefähr ein Jahr vor der Selbstenttarnung des NSU im November 2011 veröffentlichte die RechtsRock-Band Gigi und die braunen Stadtmusikanten den Song „Döner-Killer“, in dem mutmaßliches Täter_innenwissen der NSU-Morde offenbart und sich über die Betroffenen und Opfer der Taten lustig gemacht wird. [1]

Bereits ein Jahr zuvor erschien der Song „Rosarot“ der Band Aryan Brotherhood – verantwortlich dafür ist der Potsdamer Neonazi und RechtsRocker Uwe Menzel. Der Text des Liedes weist mehrere mögliche Andeutungen und Wissen über die Aktivitäten des NSU auf.

 

Menzel, militanter Neonazismus, Rechtsterrorismus und der NSU

Der Potsdamer Neonazi und RechtsRocker Uwe Menzel

Der Potsdamer Neonazi und RechtsRocker Uwe Menzel

Uwe Menzel ist nach eigenen Angaben seit spätestens 1990 in der neonazistischen Szene aktiv. Schnell wurde er zu einer zentralen Figur in der Potsdamer, Brandenburger und bundesweiten RechtsRock-Szene. Er gründete mehrere Bandprojekte, koordinierte und organisierte Konzerte und Vertriebswege für neonazistische Musik und gilt seit spätestens 1997 als Gesicht der brandenburgischen Sektion von Blood&Honour. Dabei präsentierte er sich jedoch nie in offizieller Funktion im Namen dieser neonazistischen Struktur. Ab 1993 war Menzel mit einer seiner bekanntesten Band, die er ab 1995 Proissenheads nannte, aktiv. Aufnahmen wurden über das Label Movement Records des Chefs des sächsischen Blood&Honour Ablegers Jan Werner veröffentlicht, die Band trat auf etlichen Blood&Honour-Konzerten auf. Jan Werner gilt als direkter Unterstützer des NSU-Kerntrios. Er versuchte beispielsweise über die Brandenburger V-Person Piatto, alias Carsten Szczepanski, eine Waffe für Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt zu besorgen. [2] Menzel und Werner pflegten nicht lediglich geschäftliche Beziehungen sondern eine Freundschaft. Sie verreisten zusammen, z.B. in die USA, und besuchten sich bei Veranstaltungen und Konzerten. Es ist unwahrscheinlich, dass Menzel von den Unterstützungsaktivitäten Werners für das untergetauchte Trio gar nichts mitbekam.
Als Probenraum konnte Proissenheads bis 1998 einen städtischen Jugendclub in Potsdam nutzen. Bis dahin weigerte sich die Stadtverwaltung, in Person von Jann Jakobs, damals Jugendamtsleiter und Jugendstadtrat und heute Oberbürgermeister, und zuständige Sicherheitsbehörden die Nutzung eines städtischen Raumes durch organisierte und gewalttätige Neonazis zu unterbinden. Später teilte sich Proissenheads einen Proberaum mit der als kriminelle Vereinigung verbotenen Band Landser im Potsdamer Stadtteil Bornstedt. Der Landser-Schlagzeuger Christian Wenndorf war zuvor nach Potsdam gezogen und spielte auch in Menzels Bands Proissenheads und Aryan Brotherhood mit.
Neben seiner organisatorischen Tätigkeit für die neonazistische Szene war Menzel auch als ideologischer Tonangeber maßgeblich. Offen geäußerter Rassismus und Antisemitismus, verbalisierte Vernichtungsfantasien und propagierter „Rassekrieg“ sorgten schnell für Ehrfurcht und Bewunderung in der organisierten RechtsRock-Szene und darüber hinaus. [3]

Im seit Anfang Mai 2013 laufenden NSU-Prozess in München sowie in den Sitzungen und Unterlagen der Untersuchungsausschüsse zum NSU-Komplex ist Menzels Name daher immer wieder im Umfeld des NSU sowie im Zusammenhang mit Kontaktpersonen im NSU-Netzwerk zu finden.
Nach Recherchen des Antifaschistischen Pressearchiv Potsdam (APAP) gab es freundschaftliche und politische Beziehungen zwischen Menzel und V-Person Piatto alias Carsten Szczepanski. Neben einer Zusammenarbeit zwischen den Gruppierungen um Szczepanski (u.a. United Skins) und Menzel gab es auch gemeinsame Besuche von Veranstaltungen und Angriffe auf politische Gegner_innen. Menzel und Szczepanski waren außerdem in Waffengeschäfte untereinander und mit Anderen involviert. Bei Menzel wurden bei Durchsuchungen im Sommer 2000 mehrere Waffen gefunden, die er zeitweise bei Szczepanski aufbewahrte. [4]
Die Durchsuchungen fanden auf Grund eines durch die Polizei mitgeschnittenen Telefonats statt, in dem sich zwei Potsdamer Neonazis zu einem mit Schusswaffen bewaffneten Angriff auf eine linke Demonstration der Hausbesetzer_innen-Szene verabredeten. Der damalige Chef des Verfassungsschutzes Heiner Wegesin verharmloste den Fund von Waffen, da diese ja gegen „die Antifa“ eingesetzt werden sollten und nicht gegen staatliche Akteure. Erst „das wäre dann organisierter rechter Terror“. Neben dem konkreten Anlass standen die Durchsuchungen möglicherweise auch in Zusammenhang mit den Aktivitäten der neonazistisch-terroristischen Gruppierung Nationale Bewegung.
Die Nationale Bewegung verübte innerhalb eines Jahres, Januar 2000 bis Januar 2001, mindestens 14 Anschläge oder verbreitete (neo)nazistische Propaganda. Insbesondere der Brandanschlag auf die Trauerhalle des Jüdischen Friedhofs in Potsdam am 8. Januar 2001 sorgte für bundesweite Aufmerksamkeit. Bis heute wurde die Identität der Täter_innen und deren Umfeld nicht aufgeklärt. Die Bundesanwaltschaft stellte die Ermittlungen zur Nationale Bewegung 2005 ein. [5]
Die Aktionen der Nationale Bewegung fielen dabei direkt in die Zeit zwischen dem Abtauchen von Mundlos, Zschäpe und Böhnhardt im Januar 1998 und ihrem ersten Mord am 9. September 2000. Drei Tage später, am 12. September 2000, wird Blood&Honour in Deutschland verboten.

Ein Mitwissen bei Menzel über den NSU-Komplex, mutmaßlich auch über Täter_innenwissen, sowie andere militant-terroristische Neonazistrukturen ist nicht auszuschließen. Bundesweite und internationale Verbindungen in Blood&Honour-Strukturen, Vernetzung auf Konzerten und Treffen, immer wieder Waffen- und Sprengstofffunde bei Menzel oder in seinem Umfeld und die Verankerung in der brandenburgischen und bundesweiten militanten Neonaziszene geben genügend Anlass, die Machenschaften von Uwe Menzel und Co. zu hinterfragen.

Der Song „Rosarot“

Im April 2009 erschien der dritte Teil der neonazistischen Sampler-Reihe Solidarität beim Label PC-Records. Auf diesem veröffentlichte die Band Gigi Und Die Braunen Stadtmusikanten ein Lied über den Polizeidirektor der Bayerischen Polizei Alois Mannichl. Dieser wurde am 13. Dezember 2008, mutmaßlich von einem Neonazi, vor seinem Haus in Fürstenzell mit einem Messer angegriffenen, niedergestochen und schwer verletzt. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen, wurde jedoch nie aufgeklärt. [6] Wie bei „Döner-Killer“ verhöhnten auch hier die Neonazis um den Sänger Daniel Giese in dem Lied „Lebt Denn Der Alte Mannichl Noch?“ den Betroffenen.
Auf dem selben Sampler sind die beiden Potsdamer RechtsRock-Bands Burn Down und Aryan Brotherhood – beides Musik-Projekte von Uwe Menzel – zu finden.
Beim RechtsRock-Onlineportal aryanmusic heißt es am 8. April 2009 zum besagten Sampler: „die Einnahmen fließen zu 100% zurück in den Widerstand“. [7]
An vierter Stelle der Solidarität-CD ist der Song mit dem Titel „Rosarot“ von Menzels Aryan Brotherhood zu finden.
Es ist nicht eindeutig zu benennen worum es in diesem Lied geht. Schwammige Begriffe, unklar gesungene Worte und uneindeutige Metaphern verstecken, verschleiern und verschlüsseln die Aussagen des Textes. Dennoch ist ein Großteil des Liedes verständlich, wenn auch mutmaßlich nur für einen bestimmten Teil der Neonaziszene vor Ende 2011 – also vor der Selbstenttarnung des NSU.

Aus dem Bekennervideo des NSU: die vier Köpfe von "Paulchen Panther" bilden Anfang (00:05) und Ende (13:44) des Films (Quelle: apabiz)

Aus dem Bekennervideo des NSU: die vier Köpfe von „Paulchen Panther“ bilden Anfang (00:05) und Ende (13:44) des Films (Quelle: apabiz)

Im Refrain heißt es: „Obsessionen rosarot, Perversionen rosarot, krank getrieben rosarot, rosarot, so kam der Tod […]“ Die Beschreibung der „Obsessionen“ und „Perversionen“ mit der Farbe Rosa wecken, zusammen mit dem Kontext des Liedes sowie seines Autors, Assoziationen zur prominenten Comic-Figur des NSU: Dem Pink Panther bzw. Paulchen Panther.
Dieser dient als Personifikation des NSU, der sich im Bekenner_innenfilm zwar selbst als ein Netzwerk beschreibt, in seiner Ausführung der Morde allerdings als handelndes Individuum zu beobachten ist. Die vier Köpfe des Pink Panther, die zu Beginn des Filmes das Logo des NSU bildlich umrahmen und am Ende erneut nebeneinander aufgereiht erscheinen, führten bei der Analyse bereits zu der Frage, ob es neben den als „Terror-Trio“ bekannt gewordenen Neonazis Mundlos, Zschäpe und Böhnhardt, noch eine vierte Person gibt, die zum Kern des NSU gehört(e). [8]
Aus der ersten Strophe von „Rosarot“ ergeben sich Hinweise, die es zulassen, diese These aufzugreifen und die Frage nach der Anzahl der Mitglieder des Kern-NSU erneut zu stellen. Dort heißt es: „Vier Schatten in der Nacht, albtraumhafter Gestalt, ein schemenhafter Mythos, Schrecken aus dem Wald, fleischgewordene Grausamkeit, kranke Fantasie, es lebte für die Suche, als er oder als sie.“ Wie im Song „Döner-Killer“ wird hier ein „Mythos“ und dessen Machenschaften aus der Außenperspektive beschrieben.
Die besungenen Schatten in diesem Lied sind genau vier und sie werden als albtraumhafte (für die Opfer?) mythische (für die Öffentlichkeit und Betroffene?) Gestalten bzw. Schrecken (für migrantische Communities?) beschrieben die aus dem Wald (aus dem Verborgenen?) kommen. Ähnlich werden im Text von „Döner-Killer“ die Wirkung der Taten des NSU auf die Betroffenen („Am Dönerstand herrschen Angst und Schrecken. Kommt er vorbei, müssen sie verrecken.“) beschrieben und die Täter als nicht greifbare Phantome („Er kommt aus dem Nichts – doch plötzlich ist er da.“) beschrieben.
Auch in den danach folgenden Worten bei „Rosarot“ können Anspielungen auf den NSU vermutet werden: „es lebte für die Suche, als er oder als sie“. Der NSU brachte viel Zeit für die Suche nach geeigneten Anschlagsorten für ihre Morde und Überfälle auf. Auch ist anhand des NSU-Netzwerk, im Bezug auf das bekannte „Kern-Trio“ aber auch das enge Unterstützungsumfeld, zu erkennen, dass hier sowohl Männer als auch Frauen aktiv beteiligt waren. Außerdem wird wiederholt das Bild einer mystifizierten Figur gezeichnet.

Im Jahr 2013 veröffentlichte Aryan Brotherhood den Titel „Rosarot“ erneut. Auf Vinyl erschienen neun weitere Songs, die zuvor ebenfalls bereits auf verschiedenen Samplern veröffentlicht wurden. Die LP trägt den Namen der Band als Titel – Aryan Brotherhood.

Grüße an alle „Kleinzellen“ und „Einzell-Streiter“

Der Neonazi Daniel Horn - kreativer Kopf bei "Bloodshed" und "Uwocaust & alte Freunde"

Der Neonazi Daniel Horn – kreativer Kopf bei Bloodshed und Uwocaust und alte Freunde

Neben Aryan Brotherhood und Burn Down war Uwe Menzel unter anderem in seinen beiden Bands Bloodshed sowie Uwocaust und alte Freunde aktiv. Zwischen 2009 und 2013 veröffentlichte er mit letzterer drei Alben, eine Single und einige Sampler-Beiträge. Unter dem Namen Bloodshed erschienen zwischen 2003 und 2011 fünf Alben und zahlreiche Sampler-Auskopplungen. Die letzte davon Anfang 2014 auf dem Berlin-Brandenburg Sampler 3.
Kurz zuvor löste sich Bloodshed aufgrund von Streitigkeiten zwischen Menzel und seinem Gitarristen Daniel Horn Ende 2013 auf. Da dieser sowohl für das Projekt Bloodshed als auch für Uwocaust und alte Freunde von zentraler, vor allem kreativer, Bedeutung war und den Musikstil maßgeblich prägte, gab es laut Menzel zur Auflösung der beiden Bands keine Alternative.

Aus dem Booklet des Albums Wut der Band Bloodshed: Uwe Menzel, "Hermann", Daniel Horn und Martin Rollberg (v.l.n.r.). die Band grüßt alle "Kleinzellen" und "Widerstandsnester".

Aus dem Booklet des Albums „Wut“ der Band Bloodshed: Uwe Menzel, „Hermann“, Daniel Horn und Martin Rollberg (v.l.n.r.) – die Band grüßt alle „Kleinzellen“ und „Widerstandsnester“.

In den Jahren 2004 (Bloodshed – Asche zu Asche), 2006 (Bloodshed – Wut), 2007 (Bloodshed – Zorn), 2010 (Uwocaust und alte FreundeSprengstoff Melodien) und 2012 (Uwocaust und alte Freunde – Blutgruppe) war in den Booklets der Alben immer wieder die gleiche Botschaft zu lesen – Grüße an alle „Kleinzellen“, „Einzell-Streiter“ und „Widerstandsnester im gesamten Kampfgebiet“. Das Konzept der „Zellen“ wurde durch Blood&Honour 2002 in ihrer Zeitschrift „Totenkopf-Magazin“ als „Methode des führungslosen Widerstandes“ bezeichnet. Dazu heißt es weiter: „die einzelnen Zellen oder Personen [sollen] sich nicht kennen und unabhängig voneinander arbeiten und keiner zentralen Führungsstelle Bericht erstatten.“ Es wird jedoch auch darauf hingewiesen, dass „bei einzelnen Aktionen kooperiert werden [muss], weil die eine Zelle vielleicht etwas, weis oder besorgen kann was die andere nicht kann — das heißt im Klartext das eine Person jeder Zelle eine andere Person aus einer anderen Zelle kennen sollte und die Zellen sich einander ergänzen sollten“ (sic). [9] Diese „Zellen“ sollen dabei explizit als militant-terroristische Aktionsgruppen agieren und Anschläge verüben.
So floskelhaft diese Grüße für sich allein genommen erscheinen mögen, so brisant sind sie in Anbetracht Menzels als Teil von militanten und bewaffneten Untergrundstrukturen. Die weiteren Gruß-Adressat_innen in den Booklets sind in der Regel Familie, unmittelbar Bekannte und Freund_innen. Weiterhin benennt er überregionale und internationale Kontakte zu befreundeten Bands sowie Zines und Versände. Es handelt sich dabei um Personen oder Zusammenhänge, zu denen Menzel direkten Kontakt hat oder hatte – „Kleinzellen“, „Einzell-Streiter“ und „Widerstandsnester im gesamten Kampfgebiet“ gehören offensichtlich dazu. Auch, dass das Album aus dem Jahr 2010 den Titel „Sprengstoff Melodien“ trägt, fällt in diesem Kontext umso mehr auf.
Die Frage nach konkretem Wissen von rechtsterroristischen Strukturen und Zellen im Kontext der beiden Bands muss also mit einer sehr viel stärkeren Relevanz versehen werden.

Uwe Menzel und Daniel Horn verband eine 20 Jahre andauernde Freundschaft, eine zwölfjährige gemeinsame Musikkarriere und möglicherweise auch das Wissen über Zusammenhänge und Taten des NSU, der Nationale Bewegung oder anderer rechtsterroritischer Gruppierungen bzw. Zellen. Es ist unwahrscheinlich, dass Menzel und Horn (sowie weitere Bandmitglieder) sich nicht über die Texte und Bedeutung ihrer eigenen Lieder ausgetauscht haben.
Wenn das Lied „Rosarot“ dem vermuteten Kontext entspringt, dann müssen die Kreise um Menzel und er selbst nicht nur allgemein einer neonazistischen Szene sondern militanten und rechtsterroristischen Strukturen zugeordnet werden. Aus dem mutmaßliches Wissen über die Aktivitäten des NSU, die Verstrickungen mit den Aktivitäten der Nationale Bewegung, den Waffenfunden bei Menzel und die Freundschaft zu Carsten Szczepanski und Jan Werner ergibt sich das Bild eines Milieus um Uwe Menzel und Daniel Horn, das möglicherweise nicht nur Wissen über schwerste neonazistisch motivierte Straftaten hat, sondern vielleicht sogar unterstützend an diesen beteiligt war. Bei Menzel selbst laufen offenbar etliche Fäden dieses Milieus zusammen.

[1] Baumgärtner, Maik (2016): Weisse Bruderschaft, Die Netzwerke des Neonazi-Kaders Maik Emninger, In: Kleffner, Heiker / Spangenberg, Anna (Hg.): Generation Hoyerswerda, Das Netzwerk militanter Neonazis in Brandenburg
[2] „Wissen schützt vor Terror nicht?“ in AIB 95 / 2.2012 https://www.antifainfoblatt.de/artikel/wissen-sch%C3%BCtzt-vor-terror-nicht
[3] Kwiatek, Marie / Weiss, Michael (2016): White Power Skinheads, Das Netzwerk von Blood & Honour Brandenburg, In: Kleffner, Heiker / Spangenberg, Anna (Hg.): Generation Hoyerswerda, Das Netzwerk militanter Neonazis in Brandenburg
[4] „Drei V-Männer vor Gericht“ in AIB 58 / 4.2002 https://www.antifainfoblatt.de/artikel/drei-v-m%C3%A4nner-vor-gericht
[5] „»Deliktserie« oder Vorstufe zum Rechtsterrorismus?“ in AIB 93 / 4.2011 https://www.antifainfoblatt.de/artikel/%C2%BBdeliktserie%C2%AB-oder-vorstufe-zum-rechtsterrorismus und „Rechter Terror in Potsdam oder „nur“ eine Nationale Bewegung?“ http://apap.blogsport.eu/2016/02/blick-zurueck-rechter-terror-in-potsdam-oder-nur-eine-nationale-bewegung/
[6] http://www.zeit.de/2009/49/Mannichl
[7] http://aryanmusic.net/news.php?default.0.108
[8] https://www.nsu-watch.info/files/2013/05/NSU-Transkript.pdf und http://publikative.org/2013/04/30/nsu-trio/ und http://www.cicero.de/berliner-republik/gab-es-einen-vierten-mann/49215
[9] „Das Label „Combat 18“ “ in AIB 107 / 2.2015 https://www.antifainfoblatt.de/artikel/das-label-%E2%80%9Ecombat-18%E2%80%9C

Ergänzung zur möglichen Interpretation des Songs „Rosarot“ – 28. Mai 2016
Das Lied „Rosarot“ steht möglicherweise nicht mit den Aktivitäten des NSU in Verbindung, wie im Artikel gemutmaßt.
Eine plausible Interpretation könnte ebenso auf den Fall des sogenannten „Rosa Riesen“ zutreffen.
Beate S., damals Wolfgang S., tötete zwischen 1989 und 1991 sechs Menschen und verletzte weitere Personen schwer. In Presseberichten wurde der Mörderin der reißerische Name „Rosa Riese“ gegeben. Den Autor_innen des Textes waren die Morde und dazugehörige Berichterstattung nicht bekannt.
Möglicherweise hat Uwe Menzel diese Geschichte mit der entsprechenden „Horror“-Ästhetik in Liedform gebracht und unter dem Titel „Rosarot“ veröffentlicht.

Uwe Menzels Aktivitäten, Kontakte und Rolle für die bundesweite und lokale Neonazi-Szene stehen weiter deutlich für sich.
Insbesondere auf Grund von Waffenfunden, seinen Kontakten innerhalb militant-neonazistischer Netzwerke und Freundschaften mit Teilen des NSU-Netzwerkes muss die Frage nach konkretem Wissen bei Menzel und seinem Umfeld über rechtsterroristische Strukturen und Zellen mit einer sehr viel stärkeren Relevanz versehen werden.