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unsere neue E-Mail lautet: arpu [@] riseup.net

dazu gibt es auch einen neuen GPG-Key

Am Besten schreibt ihr uns eine Mail, die ihr mit unserem GPG-Key verschlüsselt. Eine ausführliche Anleitung zur Mail-Verschlüsselung mit PGP/GPG findet ihr hier: http://hp.kairaven.de/pgp/gpg/index.html

Wenn Ihr kein PGP/GPG besitzt könnt ihr uns trotzdem auf sicherem Wege erreichen. Wissen über das Verschlüsseln von E-Mails muss nicht vorhanden sein.
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William, Cynic, Natürlich, Glaskammer, Handstreich, … – Portrait des Potsdamer Neonazimusikers Martin Rollberg

Der Neonazi Martin Rollberg - aka William

Martin Rollberg – aka „William“

UPDATE
Martin Rollberg gehört spätestens seit dem Jahr 2006 zu den kontinuierlich arbeitenden Akteur_innen der Potsdamer Neonazimusikszene. Mit seinen verschiedenen Bandprojekten hat er sich in den vergangenen Jahren in der Szene etabliert, sich einen (bzw. mehrere) Namen gemacht und der Brandenburger Landeshauptstadt somit mit zu ihrem heutigen Ruf innerhalb der deutschen RechtsRockszene verholfen. Ende 2012 heißt es diesbezüglich beim Neonazilabel Rebel-Records: „Ganz Deutschland hört Rechtsrock aus Potsdam“. [1]
Das am 11. März 1985 geborene „Multitalent“ begann im Jahr 2004 seine musikalische Karriere und orientierte sich dabei, bis heute, inhaltlich fast ausschließlich am Nationalsozialismus und seinen Ausprägungen nach 1945. Die von ihm besungenen Themen reichen von Liedern über Kameradschaft und Soldatentum, der Verherrlichung und Verharmlosung des NS, Feindbilder von politischen Gegner_innen, antisemitischen und rassistischen Projektionen, bis hin zu emotionaleren und persönlicheren Themen wie Beziehungen und Vaterschaft. Er begann sein Musikprojekt als Einzelperson. Dabei sang er und spielte alle Instrumente für seine Songs selbst ein. Seit 2008 ist er auch mit (s)einer Band auf Konzerten unterwegs. In letzter Zeit versucht er sich auch in Fotografie und Bildbearbeitung. [weiterlesen]

aus Hinter den Kulissen 3 – Regionalbericht Potsdam

HINTER DEN KULISSEN 3

Hinter den Kulissen #3

„Regionalbericht Potsdam“, entnommen aus der aktuellen Ausgabe der antifaschistischen Recherche-Zeitschrift HINTER DEN KULISSEN 3. Alle Hervorhebungen wie im Original.

Die Broschüre ist auf antifa-berlin.info herunterzuladen. In gedruckter Form findet ihr sie auch in einigen Linken Buchläden und anderen Lokalitäten.

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Die Landeshauptstadt Brandenburgs schmückt sich mit dem Selbstbild der toleranten Stadt und beruft sich dabei häufig auf das Potsdamer Toleranzedikt von 1685. Eine Image-Kampagne versucht diesen Erlass immer wieder zu betonen. Einher geht dies mit einer Glorifizierung des Preußentums auf allen Ebenen. Die „Langen Kerls“ (Fritz‘ Lieblings Männerbund) werden wieder zum Leben erweckt, um stramm zu stehen und der Landtag wartet gespannt auf seine neue Residenz in Potsdams Mitte – dem Stadtschloss. Der positive Rückbezug auf die eigene Geschichte steht hier im Vordergrund und soll der Stadt eine Identität verleihen, die Toleranz hervorhebt und sich dabei auf die traditionellen (preußischen) Wurzeln bezieht. [weiterlesen]

Neonazistischer Kader: Maik Schneider | NPD-Bundestagskandidat an Potsdamer Schule

NPD-Bundestagskandidat Maik Schneider (Bildquelle: MAZ-Online)

NPD-Bundestagskandidat Maik Schneider (Bildquelle: MAZ-Online)

Der Direktkandidat für die Bundestagswahlen 2013 der NPD für den Wahlkreis 60 (Brandenburg/Havel, Potsdam-Mittelmark I, Havelland III, Teltow-Fläming I) ist der 1987 geborene ausgebildete Erzieher Maik Schneider aus Nauen. [1]
Er besucht seit dem 05. August 2013 die 11. Klasse der „Heinrich von Kleist“-Schule in der Potsdamer Innenstadt und holt dort das Abitur nach.

Seit spätestens 2007 nahm Schneider an neonazistischen Aufmärschen teil und ist seit 2008 Mitglied des Kreistages Havelland und der Nauener Stadtverordnetenversammlung. Während er als Mandatsträger im Kreistag zusammen mit Dieter Brose versucht durch Wortmeldungen, Anträge und Provokationen aufzufallen, scheint er in der Stadtverordnetenversammlung wesentlich moderater aufzutreten. [2]
Des Weiteren ist er bei den „Freien Kräfte Neuruppin/Osthavelland“ aktiv und pflegt Beziehungen zu Mitgliedern der mittlerweile verbotenen Kameradschaft „Freie Kräfte Teltow-Fläming“.
Im Rahmen des Verbotsverfahren gegen die neonazistische Nachwuchsorganisation „Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ) wurde auch bei Maik Schneider die Wohnung durchsucht. [weiterlesen]

Bekannte Neonazis im Babelsberger Stadion am 03.08.13

Oeltze und Bentz im Heimbereich

Oeltze und Bentz im Heimbereich (Quelle)

Raus aus der Sonne, ihr seid schon braun genug!

Das Fußballspiel am 3. August 2013 zwischen dem SV Babelsberg 03 und dem 1. FC Lokomotive Leipzig zog auf Seiten der Gästefans viele bekannte Neonazis aus Berlin, Leipzig und Umgebung an. Beteiligt an den Übergriffen und neonazistischen Sprechchören waren auch die beiden anwesenden Neonazis Oliver Oeltze und Christian Bentz vom „Nationalen Widerstand Berlin“. Oeltze war 2005 am Tram-Überfall in Potsdam beteiligt und musste daraufhin wegen versuchten Mordes eine mehrjährige Haftstrafe absitzen. Bentz saß wegen „Beteiligung an Auseinandersetzungen mit der linken Szene, […] schwerem Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Verstoß gegen das Waffengesetz, Sachbeschädigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung“[1] hinter Gittern. Beide konnten das Stadion durch den Heimbereich betreten und wurden erst nach Fan Hinweise durch den Ordnungsdienst in den Gästeblock geleitet.

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aus Fight Back 5 – Regionalbericht Potsdam

Fight Back #5

Fight Back #5

„Regionalbericht Potsdam“, entnommen aus der aktuellen Ausgabe der antifaschistischen Recherche-Zeitschrift FIGHT BACK 5. Alle Hervorhebungen wie im Original.

Die Broschüre ist auf antifa-berlin.info herunterzuladen. In gedruckter Form findet ihr sie auch in einigen Linken Buchläden und anderen Lokalitäten.

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Die Aktivitäten der Potsdamer Neonaziszene zeichneten sich in den letzten drei Jahren vor allem durch Propaganda im Straßenbild (Aufkleber, Sprühereien, Plakate) und Fackelaufmärsche aus. In den Jahren 2010 und 2011 waren es noch drei aktive Gruppen – die „Alternative Jugend Potsdam“ (AJP), die NPD und die „Freien Kräfte Potsdam“ – 2012 war einzig die „FKP“ als Neonazi-Struktur präsent.
Das Jahr 2010 war vor allem geprägt durch häufige Demonstrationsteilnahme der Potsdamer Neonazis, ein hohes Potential an Propagandaaktivitäten und die Etablierung der NPD als Ortsverband mit ihren monatlichen Stammtischen. Außerdem fanden mehrere Vernetzungstreffen statt, die beispielsweise Kontakte nach Ostprignitz-Ruppin (Neuruppin) durchaus intensivierten. [weiterlesen]

RBB-Dokumentation: Verharmlosende Darstellung neonazistischer Gewalttaten

„Ick hatte dit Glück dass meine Opfer immer wieder uffjestanden sind, und nicht liegen geblieben“– mit dieser Aussage Maik B.`s beginnt die Dokumentation vom 29. Mai 2013 „Ein langer Weg“, in der drei Häftlinge porträtiert werden. Unter dem Pseudonym Maik B. tritt der bekannte Neonazi-Schläger Marcus S. auf. [1]

Schon mit seinem ersten Satz wird deutlich, dass es dem über 20-fach vorbestraften Marcus S. anscheinend nicht um die Abkehr von neonazistischer Ideologie geht, sondern die Furcht vor einem lebenslangen Gefängnisaufenthalt bzw. Sicherheitsverwahrung. Wegen der „Anwendung von übermäßiger Gewalt“ stand dies bei einem Prozess im Raum.

In emotionsgeladener Art und Weise werden in der Sendung Straftaten von Marcus S., die größtenteils neonazistisch und brutal motiviert waren, gleichrangig mit Straftaten wie Urkundenfälschung und Betrug behandelt.
S. wird, so scheint es, als Opfer seiner Verhältnisse, als Verlierer der Wende in seiner Jugendzeit dargestellt, der in die Neonazi-Szene „abgerutscht“ sei – damit findet eine Täter-Opfer-Umkehr statt. Es wird kaum darauf eingegangen, was die Betroffenen durch S.`s Gewalttaten durchleben mussten. [weiterlesen]

Potsdamer Neonazi-Kader beim NSU-Prozess in München

Maik Eminger (links) zusammen mit dem Münchener Neonazi Karl-Heinz Statzberger (Bildquelle: nsu-watch.info)

Beim NSU Prozessauftakt am Montag im Münchener Oberlandesgericht war auch Maik Eminger, Bruder des Angeklagten André Eminger, anwesend. [1]
Auf seinem Grundstück in Grabow (Potsdam-Mittelmark) wurde sein Bruder am 24. November 2011 von der GSG-9 festgenommen. Dieser soll das Bekennervideo für die NSU produziert und weitere Unterstützungsarbeit geleistet haben.

Zusammen bauten die Zwillingsbrüder zur Jahrtausendwende die Kameradschaft „Weiße Bruderschaft Erzgebirge“ auf. In den nachfolgenden Jahren war er aktiv für die neonazistische brandenburgische Organisation „Schutzbund Deutschland“ und zeichnete sich als Verantwortlicher im Sinne des Presserechts für Publikationen der Gruppierung. „Schutzbund Deutschland“ wurde im Jahr 2006 verboten. [weiterlesen]

Fight Back 5 erschienen – Antifa-Recherche aus Berlin/Brandenburg

Fight Back #5

Fight Back #5

Es ist eine neue Ausgabe der Antifaschistisches Recherche-Zeitschrift „Fight Back“ erschienen.

Auf über hundert Seiten gibt es einen guten Überblick über die neonazistischen Strukturen in Berlin/Brandenburg. Neben Bezirks- und Regionalberichten wird auf einzelne Gruppierungen, Aktions- und Themenschwerpunkte detailierter eingegangen. Darüberhinaus werden notorische, wie auch unbekanntere Lokalitäten und Personen der Szene vorgestellt – letztere erstmalig in einem übersichtlichen Personenlexikon.

Die Broschüre ist auf antifa-berlin.info herunterzuladen. In gedruckter Form findet ihr sie auch in einigen Linken Buchläden und anderen Lokalitäten.

Stadtsportbund unterstreicht seine Ohnmächtigkeit gegen Neonazis in den eigenen Reihen

Der Judoka Paul Elm (links) und Nico H. in kämpferischer Pose

Unsere Veröffentlichung vom 8. April 2013 unter dem Titel „Potsdamer Neonazis auch 2013 sportlich?“ [1] erzeugte in den letzten Tagen ein Medienecho und verschiedene Reaktionen Potsdamer Sportvereine und des Stadtsportbundes. [2]
Nach den Berichten über weitere Neonazis in städtischen Sportclubs wurde am 16. April 2013 eilig die Satzung des Stadtsportbundes geändert. Bereits seit mehreren Monaten wurden überarbeitete Passagen angekündigt, jedoch nicht eingearbeitet. Einstimmig beschlossen alle Potsdamer Vereine nun den Satzungszusatz: „Die Vereine treten Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und anderen Formen des Extremismus öffentlich klar entgegen“.

Damit sind dann auch sogenannte „Linksextremist_innen“ gemeint, die in feinster Extremismusrhetorik mit Neonazis gleichgesetzt werden, zu denen der Verfassungsschutz „die Antifa“ oder auch die Linkspartei zählt.

In jüngster Vergangenheit gab es immer wieder Debatten um die sogenannte „Extremismusklausel“ der derzeitigen Bundesregierung. Diese Klausel, nach der Vereine, die staatliche Förderung erhalten, sich zur „freiheitlichen demokratischen Grundordnung“ bekennen sowie dies ebenso für etwaige Kooperationspartner_innen garantieren sollen, entstand unter Federführung der Familienministerin Schröder in Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz. [weiterlesen]



Auf diesem Blog werden wir in unregelmäßigen Abständen über die Potsdamer Neonaziszene berichten.
Dabei wird es neben ihren Protagonist_innen, Strukturen und Aktivitäten auch immer wieder um ihre Rolle im Brandenburger Kontext, sowie darüber hinaus, gehen.

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